Hoher Sammlerwert
Hoher Sammlerwert: Besondere 1-Euro-Münzen – diese Details sind entscheidend
VonAnni Gebhardschließen
Bestimmte 1-Euro-Stücke sind bei Münzsammlern besonders beliebt und werden im Internet hoch gehandelt. Bis zu 2500 Euro bringen sie ein. Was die Geldstücke so besonders macht.
Nur Bares ist Wahres – mit diesem Spruch könnten unsere Eltern und Großeltern recht gehabt haben. Denn vielleicht findet sich in dem ein oder anderen Münzfach des Geldbeutels ein echter Schatz. Bestimmte 1-Euro-Stücke sind bei Sammlern besonders beliebt und werden auf Internetplattformen mit bis zu 2500 Euro gehandelt. Genauso, wie die kleine Schwester, bringt auch die 2-Euro-Münze in seltenen Fällen ein Vermögen ein. Welche Münzen besonders wertvoll sind.
Geldstücke mit Fehlprägungen und Euro-Münzen aus Mini-Staaten sind viel wert
Auch, wenn es im ersten Moment etwas paradox scheinen mag: Eine falsche Prägung auf der 1-Euro-Münze ist eine kleine Goldgrube. Fehlprägungen sind bei Sammlern sehr beliebt, weil sie extrem selten sind. So vervielfacht sich der Wert der 1-Euro-Münze schnell mal um ein Hundert- oder gar Tausendfaches. Die gewinnbringendsten Fehlprägungen im Überblick – woran sie zu erkennen sind, wird weiter unten erklärt:
- Münzen aus Mini-Staaten bis zu 500 Euro
- Schrötlingsverwechslung bis zu 2500 Euro
- Zainenden bis zu 100 Euro
- Verdrehte Sterne bis zu 2500 Euro
- Dezentrierung oder Doppelprägung bis zu 1200 Euro
- Stempeldrehung (schräge Rückseite) bis zu 200 Euro
- Ab 2008 die alte EU-Landkarte (ohne Osterweiterung) bis zu 100 Euro
1-Euro-Münzen aus Monaco oder dem Vatikan bringen bis zu 500 Euro ein
Besitzer einer Münze aus einem der Zwergstaaten Europas – oder „Mini-Staat“ – können sich glücklich schätzen. Bis zu 500 Euro sind die Münzen aus den Mini-Ländern laut „Chip.de“ wert. Die wertvollste ist die 1-Euro-Münze aus Monaco, mit einer Prägung ab 2001: Sie wird für online für 500 Euro gehandelt. Aber auch Münzen aus dem Vatikan sind teuer: Die 1-Euro-Münze aus 2002 ist ungefähr 150 Euro wert.
„Schlötlingsverwechslungen“ machen 1-Euro-Münzbesitzer um 2499 Euro reicher
Eine sogenannte „Schrötlingsverwechslung“ ist zum Beispiel, wenn die 1-Euro-Münze aus einem komplett durchgehenden Material besteht, sie also zum Beispiel komplett Gold ist. In seltenen Fällen kommt es auch vor, dass das Bild der 2-Euro-Münze auf das 1-Euro-Stück geprägt wurde. Liegt dies vor, so kann die Münze bis zu 2500 Euro bringen. Das erklärt der Münz-Experte Guy Franquinet im Interview mit „Chip.de“.
Seltene Geldstücke: „Zainenden“ verhundertfachen den Wert der 1-Euro-Münze
Ein „Zainende“ sieht aus, als wäre einer Münze ein kleines Stück abgebrochen. Besonders häufig passiert dies eher bei den 1- bis 5-Cent-Münzen. Tatsächlich wurde sie allerdings bei der Produktion nicht richtig ausgestanzt. „Zainenden werden gerne auch im Nachhinein manipuliert, weshalb es sich lohnt, einen Fachmann aufzusuchen“, so Franquinet. Wird ein echtes Zainende nachgewiesen, kann die Münze bis zu 100 Euro einbringen.
Verdrehte Sterne bringen Münz-Besitzer bis zu 2500 Euro ein
Am Rand der 1-Euro-Münze sind ringsum Sterne zu sehen, die repräsentativ für die EU-Staaten stehen. Normalerweise zeigen die „Füße“ der Sterne alle nach unten. Ist dies nicht der Fall und die Sternfüße zeigen zur Mitte, kann die Münze bis zu 2500 Euro wert sein.
Bis zu 1200 Euro wert: Dezentrierung oder doppeltes Prägen der 1-Euro-Münze
Wird das Bild der 1-Euro-Münze nicht zentral geprägt und ein Teil der Münze bleibt leer, handelt es sich um ein sehr wertvolles Exemplar. Auch das Gegenteil, nämlich Doppelprägungen, sind ähnlich selten. Hier ist zweimal die „1“ auf dem Euro-Stück zu sehen. Beide Fälle werden auf dem Münzmarkt mit bis zu 1200 Euro gehandelt.
Ein verdrehter Stempel auf der 1-Euro-Münze kann bis zu 200 Euro wert sein
Bis zu 200 Euro bringt eine Stempeldrehung um 180 Grad auf der Rückseite der 1-Euro-Münze. Eine Stempeldrehung ist leicht zu erkennen: Als Fixpunkt dient die „1“ auf der Vorderseite. Wird nun die Münze umgedreht und der Adler steht Kopf, ist der Stempel verdreht. Je ausgeprägter die Stempeldrehung, desto höher der Wert der Münze, wie Franquinet erklärt.
1-Euro-Münzen nach 2008: Blick auf die Landkarte kann sich lohnen
Schließlich lohnt es sich bei der 1-Euro-Münze einen Blick auf die Landkarte auf der Vorderseite zu wagen. Durch den Beitritt Rumäniens und Bulgariens zur Europäischen Union am 1. Januar 2007 wurde die Landkarte auch auf der Euro-Münze erweitert. Wer jetzt eine Münze zur Hand hat, die fälschlicherweise ab 2008 noch die alte Landkarte abdruckt, kann die Münze für bis zu 100 Euro verkaufen.
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