Gefährliche UV-Strahlen
Schutz vor Sonnenbrand: Warum man sich auch im Frühling eincremen sollte
Die Sonne ist warm, aber nicht direkt heiß. Dennoch ist die UV-Strahlung auch im Frühling ziemlich hoch, weshalb man sich jetzt schon mit Sonnencreme einschmieren sollte.
Endlich Frühling, frische Luft und blauer Himmel. Der wolkenlose Himmel und die wärmenden Strahlen der Sonne laden zum Aufenthalt im Freien ein. Aber besonders im Frühling, wenn die Haut nach dem Winter noch keine Sonnenstrahlen abbekommen hat, ist sie äußerst empfindlich und braucht besonderen Schutz gegen zu hohe UV-Strahlung.
Sollte man im Frühjahr schon zur Sonnencreme greifen, um die Haut zu schützen?
Schon im Frühjahr kann die UV-Strahlung sehr hoch sein, auch wenn die Umgebungstemperatur noch niedrig ist. Bereits jetzt ist ein wirksamer Sonnenschutz für die Haut notwendig.
„Love Your Skin“, so lautet die Devise einer Aufklärungsaktion der Bayerischen Krebsgesellschaft. Hier geht es nicht nur um das Vermeiden von Sonnenbrand, sondern auch darum, dem Hautkrebs vorzubeugen, der als Folge von zu hoher UV-Belastung der Haut auftreten kann.
Wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz der Haut sollten zur Gewohnheit werden
Achtet darauf, dass sich eure Haut langsam wieder an die an Sonne gewöhnen kann. Bleibt die ersten Tage im Schatten und vermeidet unbedingt einen Sonnenbrand! Sonnencreme, die auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sein sollte, verzögert das Auftreten eines Sonnenbrandes. Lippenpflegestifte mit Lichtschutzfaktor ergänzen den Schutz. Das Bundesamt für Strahlenschutz klassifiziert die Hauttypen wie folgt.
- Hauttyp I ist besonders empfindlich. Er zeichnet sich durch eine sehr helle, extrem empfindliche Haut, helle Augen, rotblondes Haar und sehr häufig durch Sommersprossen aus. Hauttyp I bräunt nie und bekommt sehr schnell einen Sonnenbrand.
- Hauttyp II zeichnet sich durch helle empfindliche Haut, blaue, graue, grüne oder braune Augen, blonde bis braune Haare und häufig durch Sommersprossen aus. Hauttyp II bräunt kaum bis mäßig und bekommt oft einen Sonnenbrand.
- Hauttyp III hat eine helle bis hellbraune Haut, graue oder braune Augen und dunkelblonde bis braune Haare. Sommersprossen sind selten. Hauttyp III bräunt schneller als Hauttyp II.
- Hauttyp IV hat hellbraune, olivfarbene Haut, braune bis dunkelbraune Augen und dunkelbraunes Haar. Hauttyp IV bräunt schnell.
- Hauttyp V hat dunkelbraune Haut, dunkelbraune Augen und dunkelbraunes bis schwarzes Haar.
- Hauttyp VI hat dunkelbraune bis schwarze Haut, dunkelbraune Augen und schwarze Haare.
UV-A- und UV-B-Strahlen werden zunächst von der Ober- und Lederhaut aufgenommen. Die erwünschte (oder unerwünschte) Wirkung tritt je nach Hauttyp in Mitteleuropa nach rund 10 bis 45 Minuten ein. In südlichen Regionen oder in der Nähe des Äquators ist die Strahlenintensität wesentlich höher! Der Hauttyp sollte übrigens durch eine Dermatologin oder einen Dermatologen bestimmt werden.
Lichtschutzfaktor – was bedeutet das?
Der Lichtschutzfaktor (LSF) drückt den Schutz vor UV-B-Strahlung aus. Er wird auf Basis einer internationalen Methode festgelegt und gibt den Zeitraum an, um wieviel länger ihr euch mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen könnt, als dies ohne Sonnenschutzmittel möglich wäre.
Das Sonnenschutzmittel muss einen ausreichenden Lichtschutzfaktor haben. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt für Kinder mindestens LSF 30, für Erwachsene mindestens LSF 20. Aufenthalte in großen Höhen, auf Schnee, am oder im Wasser und in sonnenreichen Regionen erfordern ein Sonnenschutzmittel mit einem sehr hohen LSF (50+).
Die Sonnencreme sollte auch vor UV-A-Strahlen schützen (Hautalterung). Bei der Wahl des Sonnenschutzmittels ist zu berücksichtigen, ob eine Überempfindlichkeit gegenüber den Inhaltsstoffen besteht. Zudem muss die Sonnencreme rechtzeitig aufgetragen werden. Trägt man die Sonnencreme 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne auf, kann man sicher sein, dass der Schutz vollständig besteht.
Schutz vor UV-Strahlen: Sonnencreme in ausreichenden Mengen auftragen
Zumeist wird nicht genügend Sonnencreme verwendet. Der Inhalt einer 200 ml-Flasche sollte nach ca. fünfmaligem Eincremen des ganzen Körpers eines Erwachsenen aufgebraucht sein. Außerdem muss mindestens alle zwei Stunden und vor allem nach dem Baden und dem Abtrocknen neu gecremt werden. Verwendet beim Sonnenbaden möglichst keine Kosmetika, Deodorants und Parfüms. Es besteht die Gefahr bleibender Pigmentstörungen.
Grundsätzlich gilt: helle Haut reagiert empfindlicher auf Sonnenlicht. Die Empfindlichkeit der Haut hängt aber auch vom Alter sowie von der Stärke der UV-Strahlung ab. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht täglich auf seiner Website einen UV-Index zur gesundheitlichen Gefährdung. Wie das Wetter in Heilbronn und Umgebung wird, erfahrt ihr außerdem auf echo24.de.
Die Haut von Babys und Kleinkindern benötigt erhöhten Schutz. Sie sollten möglichst nicht unbekleidet der prallen Sonne ausgesetzt werden. Es ist hier besonders wichtig, dass sie auch durch einen Sonnenhut geschützt sind.
Schutz vor Sonnenbrand: Die wichtigsten Regeln im Überblick
- Starke Sonne meiden: Bei Sonnenhöchststand zur Mittagszeit ist die Wirkung der Sonne mehrfach höher als vormittags oder nachmittags.
- Anziehen: Der beste und einfachste Schutz ist mit Kleidung und einer Kopfbedeckung zu erreichen.
- Augen schützen: Eine geeignete Sonnenbrille beugt Augenschäden wie Linsentrübung oder Schädigung der Netzhaut vor.
- Eincremen: Cremt alle unbedeckten Körperstellen großzügig mit einer Sonnencreme ein! Viel hilft viel!
- Schutz beim Baden: Wasser reflektiert die UV-Strahlung. Cremt rechtzeitig nach, wenn die Sonnenschutzcreme beim Baden abgespült wird
- Medikamente - mögliche Nebenwirkungen: Achtet bei Medikamenten auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Sonnenlicht. Fragt im Zweifelsfall euren Arzt.
Auch die Augen benötigen einen wirksamen Sonnenschutz
Sonnenbrillen bieten einen Schutz gegen die Blendung durch das Sonnenlicht aber nicht jede Sonnenbrille ist dazu geeignet, das Eindringen von UV-Strahlung in das Auge zu verhindern. Das BfS weist darauf hin, dass Sonnenbrillen mit der Kennzeichnung „UV-400“ relativ gut zu bewerten sind. Sie filtern die UV-Strahlung bis 400 Nanometer ausreichend aus. Achtet beim Kauf einer Sonnenbrille möglichst auf diese Kennzeichnung.
Auch preisgünstige Brillen von seriösen Händlern sind eine Option, sofern diese einen Herstellerhinweis zum absoluten UV-Schutz (UV 400) und einen ausreichenden Seitenschutz aufweisen.
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