Kleidung könnte ruiniert werden
Wäsche nicht im Freien aufhängen: Stinkwanzenplage im Herbst ruiniert Kleidung
VonGertrud Hagenmeyerschließen
In diesem Jahr gibt es eine regelrechte Invasion der Stinkwanzen. Sie belagern Hauswände, sowie Fenster und Türen. Warum man jetzt keine Wäsche im Freien trocknen sollte.
Die sonnigen Herbsttage im Oktober laden zum Aufenthalt im Freien ein – in der Sonne ist es noch schön warm, trotz Temperatursturz und Frost-Tage. Viele hängen ihre Wäsche zum Trocknen auch im Herbst an die frische Luft. Doch das ist aktuell keine gute Idee. Der Grund: Stinkwanzen. In manchen Jahren gibt es eine regelrechte Invasion – so auch in diesem Jahr.
Unangenehme Überraschung: Frisch gewaschene Wäsche besser nicht im Freien trocknen
An Tagen, an denen die Stinkwanzen zu Hunderten oder in schlimmen Fällen zu Tausenden durch den Garten schwirren und sich auf Hauswänden, Fenstern und Türen niederlassen, sollte keine Wäsche draußen aufgehängt werden. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Stinkwanzen werden unter anderem von hellen, warmen Flächen angezogen. Das trifft oft auch auf Wäsche zu, die im Freien zum Trocknen aufgehängt wird. Wenn Stinkwanzen sich auf der Wäsche niederlassen, sondern sie zunächst noch keinen Geruch ab, da dieser eine Abwehrreaktion ist. Sobald jedoch versucht wird, sie zu vertreiben, kann diese Reaktion ausgelöst werden.
Eine einzige Wanze auf einem Wäschestück, die dieses Geruchssekret abgibt, reicht aus, um das Waschergebnis zunichtezumachen. Hier hilft nur das erneute Waschen. Vor allem können auch im Freien getrocknete Socken ungebetene Gäste beherbergen. Das ist besonders unangenehm und geruchsintensiv, wenn es erst beim Anziehen bemerkt wird.
Stinkwanzen können durch im Freien getrocknete Kleidungsstücke ins Haus gelangen
Eine echo24.de-Leserin, die im ländlichen Raum wohnt, berichtet von einer bösen Überraschung beim Wäschetrocknen. Sie hat demnach einige T-Shirts gewaschen und auf Kleiderbügeln ins Freie gehängt. Als die Wäsche trocken waren, hat die Frau die Kleidungsstücke wieder ins Haus geholt.
Als die Leserin das erste T-Shirt vom Bügel nehmen wollte, fielen plötzlich acht oder zehn Stinkwanzen heraus. Die Krabbeltiere versuchten sofort, sich unter Möbeln zu verstecken. Nach Tagen waren immer noch einzelne Tiere in der Wohnung zu finden.
Stinkwanzen sind keine Schädlinge – aber im Haus haben sie nichts zu suchen
Stinkwanzen überwintern gerne in warmen Wohnungen. Wenn sie erst mal drin sind, können sie sich schnell vermehren. Wer also eine Stinkwanze erwischt oder sich gleich eine Schar von Tieren mit der Wäsche ins Haus geholt hat, sollte zu sehen, die Insekten schnell wieder herauszubringen.
„Entfernen Sie die Tiere schnell. Eine einzige Wanze kann bis zu 450 Eier legen und sich damit rasant vermehren“, mahnt das Verbrauchermagazin „Öko-Test“.
Stinkwanzen nicht umbringen oder einsaugen – so wird man die Tiere wieder los
Und wie wird man die Tiere am besten los? Zunächst Ruhe bewahren, denn sie verursachen keine Schäden. Am besten eine Methode anwenden, die auch für Spinnen gilt: ein Glas darüberstülpen und ein Papier darunter schieben. Danach den unerwünschten Gast ins Freie befördern. echo24.de erklärt, wie man Stinkwanzen im Haus schnell loswird.
Keine gute Idee ist es, die Wanzen – tot oder lebendig – mit dem Staubsauger aufzusaugen, denn der Geruch verbreitet sich dadurch in der Luft. Bei jedem Gebrauch des Staubsaugers macht sich dies bemerkbar. Sollte dennoch einmal eine Wanze in den Staubsaugerbeutel gelangen, kann nur ein Austausch des Beutels helfen.
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