Geschwindigkeitsbegrenzung
Tempolimits in Google Maps anzeigen lassen: Mit diesem Trick klappt‘s
VonLisa Kleinschließen
Verkehrsschild verpasst? Kein Problem: Mit einem Trick lässt sich auch beim Verwenden von Google Maps das Tempolimit auf der Strecke anzeigen.
Wer kennt es nicht? Auf der Autobahn ist so viel los, dass beim Einfädeln auf nichts anderes als auf andere Fahrzeuge geachtet werden kann. Kaum will man Gas geben, kommt die Erkenntnis: Das Verkehrsschild mit dem Tempolimit wurde verpasst. Zu schnell fahren ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch richtig teuer werden.
Wer mit einem Navi fährt, hat in der Regel Glück. Außer es heißt „Navi aus“, wie in diesem kuriosen Fall, über den echo24.de berichtet. Die meisten Navigationssysteme zeigen an, welches Tempo für Autofahrer auf der Strecke erlaubt ist. Auch verschiedene Navigations-Apps auf dem Smartphone können Tempolimits anzeigen – außer Google Maps. Doch mit einem einfachen Trick können sich Autofahrer auch bei Google Maps die erlaubte Höchstgeschwindigkeit anzeigen lassen.
Mit diesem Trick können sich Autofahrer das Tempolimit in Google Maps anzeigen lassen
In den USA gibt es die Tempo-Anzeige in Google Maps bereits, in Deutschland noch nicht. Wie chip.de berichtet, kann jedoch mit einer weiteren App ganz einfach auch beim Nutzen von Google Maps das geltende Tempolimit während der Fahrt angezeigt werden. Allerdings gibt es einen Haken: Die App ist zwar kostenlos, gibt es bislang allerdings nur für Android.
chip.de empfiehlt die App „Velociraptor – Speed Limits & Speedometer“. Diese läuft als „Display-Overlay“ und funktioniert quasi wie eine Erweiterung, wie wir sie bereits im Browser kennen. Das Prinzip des Display-Overlays gibt es bisher noch nicht bei iOS, weshalb Apple-Nutzer hier einstecken müssen.
Dank Display-Overlay können App-Funktionen parallel zu anderen Apps genutzt werden. Es muss also nicht zwischen zwei verschiedenen Applikationen hin und her gewechselt werden. Mit Velociraptor kann das Tempolimit über jede beliebige Navigations-App, also auch Google Maps, eingeblendet werden.
Tempolimit bei Google Maps anzeigen – mit dem Display-Overlay Velociraptor
Und so funktioniert es: Einfach die beiden Apps „Google Maps“ und „Velociraptor“ auf das Android-Phone herunterladen. Bei Velociraptor muss dann die App-Berechtigung für das Display-Overlay erteilt werden – das geht ganz einfach in den Android-Einstellungen im Bereich „über anderen Apps anzeigen“.
Zudem muss die Standortbestimmung aktiviert werden, damit die App weiß, wo sich das Auto aktuell befindet – sonst kann auch nicht das passende Tempolimit ausgespielt werden. Hier bei den Standort-Einstellungen am besten „bei Nutzung der App“ auswählen. Als letzter Schritt muss dann der „Bedienungshilfen-Dienst“ aktiviert werden, sodass sich das Tempolimit-Overlay automatisch öffnet, sobald Google Maps genutzt wird.
Nun sollte beim Nutzen von Google Maps im linken oberen Bereich die erlaubte Höchstgeschwindigkeit erscheinen. Die Tempoanzeige kann mit dem Finger auf eine andere Position im Display ganz einfach verschoben werden. Die Icons lassen sich zudem in ihrer Größe anpassen.
Geschwindigkeitsanzeige bei Google Maps aktivieren
Und es gibt sogar noch weitere Gadgets: Velociraptor kann auch die Geschwindigkeit des Fahrzeugs anzeigen und mit einem Ton Autofahrer warnen, wenn das Tempolimit überschritten wird.
Die Geschwindigkeit des Fahrzeugs anzeigen kann Google Maps übrigens auch alleine. In der App von Google Maps kann über die Navigationseinstellungen unter „Optionen für Kraftfahrzeuge“ einfach das „Tachometer“ aktiviert werden. Und schon zeigt Google Maps an, wie schnell Ihr unterwegs seid.
Bei Google Maps gibt es übrigens außerdem eine Funktion, die kaum jemand kennt: 24auto.de erklärt, wie Ihr mit einem Trick vermeintlich unauffindbare Adressen in Google Maps doch findet.
Tempolimits und Geschwindigkeitsanzeige bei Google Maps – das müssen Autofahrer beachten
Autofahrer sollten sich allerdings nicht nur auf die Geschwindigkeit in der App verlassen. Letztendlich ist die Geschwindigkeitsanzeige auf dem Handy nicht so verlässlich wie der verbaute Tacho im Auto. Auch Google selbst warnt: „Externe Faktoren können dazu führen, dass der Google Maps-Tachometer von der tatsächlichen Geschwindigkeit abweicht“, heißt es.
Und: Auch bei dem angezeigten Tempolimit durch das Display-Overlay sollte weiterhin auf die Verkehrsschilder geachtet werden. Schließlich können sich in der App Fehler einschleichen, zum Beispiel durch ungenaue GPS-Daten oder veralteten Verkehrsdaten. Apps erkennen in der Regel keine temporären Tempolimits, die etwa durch Baustellen entstehen. Auch wenn beispielsweise eine 30er-Zone erst neu eingerichtet wurde, kann es seine Zeit dauern, bis die neue Höchstgeschwindigkeit hinterlegt ist.
Wer merkt, dass die Tempolimit-Anzeige stört, kann die App-Berechtigung für das Overlay natürlich jederzeit ausschalten oder die gesamte App Velociraptor einfach wieder löschen. Apropos Tempolimit: Zuletzt überraschte ausgerechnet Audi-Chef Duesmann mit seiner Meinung zum Thema Geschwindigkeitsbegrenzung. Aber nicht nur das Thema Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen wird momentan wieder heiß diskutiert, sondern auch autofreie Tage stehen angesichts der Energiekrise zur Debatte.
