Über 20 Grad

Tropennacht im Sommer – Experte erklärt: So bei Hitze besser schlafen

  • Melissa Sperber
    VonMelissa Sperber
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Heiße Sommertage bringen oft auch tropische Nächte mit sich. Doch was sorgt für guten Schlaf, auch wenn die Temperaturen nachts nicht unter 20 Grad fallen?

Das aktuelle Juli-Wetter bringt hochsommerliche Temperaturen über 30 Grad nach Baden-Württemberg – und örtlich kühlt es auch nachts nicht auf unter 20 Grad ab. Doch tropische Nächte können zur Qual werden. Bleiben die Temperaturen in der Nacht so hoch, ist für viele Menschen an guten Schlaf nicht mehr zu denken.

Tropische Nächte: Wie bei Hitze besser schlafen?

Doch woran liegt das? Der Körper senkt zur Vorbereitung auf den Schlaf die Kerntemperatur ab, indem er Wärme über die Haut nach außen abgibt, erklärt Anja Debrodt, Ärztin im AOK-Bundesverband, gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“. Eine kühle Raumtemperatur kommt diesem Umstand entgegen – wir schlafen besser ein. Hitze wie in tropischen Nächten stört diesen Prozess. Der Körper wirkt den hohen Temperaturen durch Weitstellung der Hautgefäße und nachfolgendem Schwitzen entgegen.

Hinzu kommt: In vielen Schlafzimmern wird es nach der Hitze am Abend in den frühen Morgenstunden empfindlich kalt. Temperatur-Unterschiede von bis zu 15 Grad sind im Sommer nicht selten. „Ohne einen ausreichenden Wärmeschutz wacht man dann leicht auf oder zieht sich sogar eine Erkältung zu“, sagt Marc Böhle, Präsident des Verbandes der Bettenfachgeschäfte.

Experte gibt Tipps: Das hilft für besseren Schlaf in tropischen Nächten

Besseren Schlaf auch in tropischen Nächten kann eine geeignete Bettdecke bieten. „Sommerdecken sind leicht. Sie haben eine deutlich geringere Füllmenge und wiegen deshalb nur etwa die Hälfte eines Winterbettes“, erklärt Marc Böhle. Es gibt Modelle mit Punkt-, Kreis- oder Ringsteppung. Diese Kühlzonen sollen einen Hitzestau unter der Decke vermeiden.

Empfehlenswert sind leichte Decken mit Naturhaarfüllungen, zum Beispiel Kamelhaar oder Kaschmir. „Die nehmen die Feuchtigkeit gut auf und umschließen sie. So schützen sie auch gut in der morgendlichen Kälte“, so Böhle. Auch leichte Daunendecken mit einem Füllgewicht von 140 Gramm eignen sich gut bei abendlicher Wärme und kühlen Temperaturen am Morgen.

Tipps für tropische Nächte – richtige Decke entscheidend für guten Schlaf

Besonders praktisch sind Sommerdecken aus Frottier, in denen man auch ohne Bettbezug schlafen kann. Sie sind leicht und nehmen die Transpiration gut auf. „Man kann sie häufig in die Waschmaschine geben. Danach trocknen sie schnell an der frischen Luft oder im Trockner“, sagt Böhle.

Mit Bettdecken, die sich gleichermaßen für Sommer wie Winter eignen, schlägt man mehrere Fliegen mit einer Klappe. „Eine mittlere und eine leichte Bettdecke können einzeln genutzt oder als dicke Decke zusammen geknöpft werden“, erklärt Marc Böhle. „Wenn man solche Decken in guter Qualität kauft, ist das durchaus praktisch, im Sommer, in der Übergangszeit und im Winter.“

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Die Schäden durch die Überschwemmungen dürften massiv sein.
 Feuerwehrwagen stehen vor einer überfluteten Brücke über die Sulm am Ortsausgang von Leibnitz in der Steiermark.
Touristen werden aus ihren Unterkünften mit Zillen (Booten) auf überfluteten Straßen in Sicherheit gebracht.
ine überflutete Brücke über die Sulm im Bezirk Leibnitz in der Steiermark.
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Die passende Bettwäsche unterstützt die Wirkung einer guten Sommerbettdecke. „Naturmaterialien wie Baumwolle oder Leinen sind hautfreundlich“, sagt Marc Böhle. „Leinen oder Halbleinen nehmen sehr gut Feuchtigkeit auf und haben eine kühlende Wirkung.“ Von Stoffen aus Mikrofasern rät er ab. Die winzigen Partikel würden an der Haut reiben und könnten diese daher reizen, wenn sich die Schlafenden in der Nacht bewegen.

Tropische Nächte im Sommer: Bettwäsche unbedingt regelmäßig wechseln

In einer Hitzeperiode, in der man nachts stark schwitzt, empfiehlt es sich, die Bettwäsche öfter zu waschen. Ansonsten empfiehlt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel alle zwei Wochen zu einem Wechsel. Betten-Experte Marc Böhle rät: „Wer unbekleidet schläft, sollte seine Bettwäsche jede Woche wechseln.“

Normalerweise reichen dafür Waschtemperaturen von 30 bis 40 Grad aus. „Wichtig ist, die gewaschene Wäsche nicht lange in der Maschine zu lassen, damit sich Keime nicht zu stark vermehren“, so Glassl. Optimalerweise wird Bettwäsche an der Luft getrocknet, was keimreduzierend wirke.

In tropischen Nächten sinken die Temperaturen nicht unter 20 Grad. Viele können bei dieser nächtlichen Hitze nicht gut schlafen.

Laut Böhle wirkt sich regelmäßiges Waschen der Bezüge positiv auf die Lebensdauer der Bettdecke aus. Denn Schweiß und Cremereste von der Haut gehen auf die Bezüge über. Ist diese Schicht Stoff gesättigt, „gelangen die Stoffe auch in die Decke, was ihr auf Dauer schadet.“

Rubriklistenbild: © Vira Simon, Imago/ Sven Hoppe, dpa/ Collage: echo24.de