Eine Kamera fällt durch
Webcams bei Stiftung Warentest: Die Besten sind nur „gut“
VonTobias Beckerschließen
Homeoffice, Streaming, Familientreffen – eine Webcam benötigt man immer wieder heutzutage, doch welche lohnt sich. Stiftung Warentest hat Webcams untersucht und bewertet.
Spätestens seit der Coronazeit sind Webcams in viele Haushalte – auch in Heilbronn – eingezogen. Die Kameras für den Laptop oder den Computer werden durch Homeoffice oder auch zur Videotelefonie genutzt, aber auch im Streaming-Bereich kommen sie zum Einsatz. Die Preisspanne reicht dabei von niedrig bis hoch, aber: Was ist mit der Qualität? Denn wer will schon im Bewerbungsgespräch verpixelt aussehen oder im täglichen Meeting in tristem Grau erscheinen? Stiftung Warentest hat in der aktuellen Ausgabe (02/23) 16 Webcams untersucht.
Stiftung Warentest: Webcam-Test setzt auf Bild, Ton und Handhabung
Wie bei anderen Testergebnissen, wie zum Beispiel dem Test von elektrischen Zahnbürsten, kommt es dem Verbrauchermagazin auf verschiedene Kriterien an, die einer Prüfung unterzogen werden und eine unterschiedliche Gewichtung bekommen. Bei den Webcams sind das die Bildqualität (45 Prozent), die Handhabung (30 Prozent), Mikrofon (20 Prozent) und der Stromverbrauch (5 Prozent). Klar ist: Eine Webcam ist vor allem für das Bild wichtig, doch auch die Einstellungen und die Installation sind wichtig.
Das Mikrofon kann in vielen Fällen genutzt werden, doch oft werden bei externer Webcam auch Headsets genutzt, selbst wenn die Kamera über ein Mikro verfügt. Dass Stiftung Warentest nicht zimperlich vorgeht, schreibt das Verbrauchermagazin selbst und erklärt zum Thema Bildqualität beispielsweise: „Übertragen sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen ein gutes Bild – also detailreich und farbtreu?“ Eine große Herausforderung für die Kamera.
Webcams unter der Lupe: Sechs Geräte von Stiftung Warentest mit „gut“ bewertet
Die Bestnote, ein „Sehr gut“, gibt es in diesem Test nicht. Doch das heißt nicht, dass alle 16 untersuchten Webcams auch Schrott sind. Gleich sechs Kameras schneiden mit dem Qualitätsurteil „gut“ ab. Stiftung Warentest hebt dabei die „Brio 500“ von Logitech sowie die „Kiyo X“ von Razer auf den obersten Treppchenplatz. Preislich ist die Razer-Webcam jedoch 45 Euro billiger und kostet „nur“ 80 Euro. Diese Kameras bewertet Stiftung Warentest mit „gut“:
- „Brio 500“ von Logitech – Note: gut (2,2)
- „Kiyo X“ von Razer – Note: gut (2,2)
- „Meet 4k“ von Obsbot – Note: gut (2,3)
- „960 4k Streaming-Webcam“ von HP – Note: gut (2,4)
- „Facecam“ von Elgato – Note: gut (2,5)
- „Teza 4K Ultra HD Webcam“ von Trust – Note: gut (2,5)
- Alle Ergebnisse des Webcam-Test von Stiftung Warentest gibt es hinter einer Bezahlschranke nachzulesen.
Doch im Testergebnis schneiden auch bekannte Marken nicht so gut ab. Die fallen zwar nicht gleich durch, bekommen aber nur das Prädikat „befriedigend“ oder sogar ausreichend. Der Testverlierer wird bei der Bildqualität sogar mit „mangelhaft“ bewertet: die „Webcam Pro Plus Full HD“ von Dicota. Zudem gibt Stiftung Warentest noch wertvolle Tipps zum Einrichten der Webcams, ähnlich wie es auch beim großen Router-Test, der einen Strom-Schock aufdeckte, der Fall war.
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