Kreislaufkollaps droht
Häufige Fehler vermeiden: Wie die Wohnung auch bei Sommerhitze kühl bleibt
VonJulia Cuprakowaschließen
Wenn die Sonne draußen brennt, heizen sich auch Wohnungen schnell auf. Wer wichtige Tipps nicht beachtet, dem droht sogar ein Kreislaufkollaps.
Lange hat es in diesem Jahr gedauert, aber jetzt ist sie da – die Hitze! Mitte August sprengt das Thermometer die 30-Grad-Marke. Ob im Freibad, am See oder im Büro – ein kühles Lüftchen oder die Klimaanlage sorgen für angenehme Temperaturen.
Doch bei hohen Außentemperaturen heizt sich auch die Wohnung den ganzen Tag auf. Dann ist Abkühlung dringend nötig. Doch was sollte man in einem solchen Fall tun? Alle Fenster und Türen schließen und warten, bis die Hitze am späten Abend nachlässt? Laut der „Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Lufthygiene“ gibt es einige Fehler, die Verbraucher häufig machen, obwohl sie schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben können.
Wohnung kühl bekommen: Häufige Hitze-Fehler unbedingt vermeiden – Kreislaufkollaps droht
Wer nach Lösungen gegen die Hitze sucht, wird im Internet schnell fündig. So können Plastikflaschen in der Sommerhitze für Abkühlung sorgen. Laut echo24.de funktioniert die Kühlung in vier einfachen Schritten. Auch eine kleine „Klimaanlage“ lässt sich mit wenigen Handgriffen leicht selbst bauen. Die Liste der Vorschläge gegen die Hitze ist also lang.
Es wird heiß, in einigen Teilen des Landes auch über 30°C.
— Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Lufthygiene (@DAGL_ev) June 25, 2024
Eine der sinnvollsten Dinge, die man dann machen kann: pic.twitter.com/sNIPjqtnHh
Doch nirgendwo steht „Lüften“ bei Hitze. Dabei ist es gerade an heißen Tagen besonders wichtig, wie die „Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Lufthygiene“ in einem „X“-Beitrag schreibt. Wer an sehr heißen Tagen seine Wohnung oder sein Haus nicht lüftet, riskiert sogar einen Kollaps. Der Grund: „Hohe CO₂-Werte und Luftfeuchtigkeit belasten den Kreislauf“.
Lüften bei Hitze in der Wohnung: „Hartnäckiges Märchen“ – Zugluft macht nicht krank
Aber Moment mal: Macht Zugluft nicht krank? Bei Hitze ist der Körper besonders aufgeheizt, da sollte man „bewegte Luft“, also Zugluft, eher meiden. Schließlich geht man ja auch nicht mit nassen Haaren ins Freie, weil man sich sonst erkälten könnte. Wie die „Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Lufthygiene“ in einem weiteren „X“-Beitrag berichtet, handelt es sich dabei um ein „hartnäckiges Märchen“.
„Das ist falsch und wissenschaftlich nicht haltbar“, so die Arbeitsgemeinschaft. Vielmehr würden vor allem Kinder und ältere Menschen durch diese Fehlinformation von frischer Luft abgehalten. Was Menschen krank mache, seien nicht „kalte Luft“ und „Zugluft“, sondern Viren, Bakterien und Pilzsporen. Und auch diese lassen sich durch regelmäßiges Lüften in Schach halten.
Lüften im Sommer: Wann und wie lange das Fenster offen bleiben sollte
Grundsätzlich wird empfohlen, das Fenster 20 bis 30 Minuten offenzulassen und stoßzulüften. Im Sommer sollte man vor allem in den Morgenstunden und am Abend das Fenster öffnen. Aber auch tagsüber sollte frische Luft in die Wohnung gelassen werden, aber nie länger als eine halbe Stunde.
Rubriklistenbild: © Paul von Stroheim/Imago/Collage:echo24.de

