Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Extremes Wetterchaos zu Pfingsten: Erste Hitzewelle rauscht an und Tornado-Alarm droht
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Nach Tornado-Gefahr am Mittwoch (28. Mai) startet der Sommer: Das Wochenende wird heiß – doch auch Unwetter sind im Anmarsch. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Laut dem Wetterdienst wetter.net steht Deutschland ein markanter Wetterumschwung bevor. Nachdem das GFS-Modell der US-Wetterbehörde NOAA bereits frühzeitig auf eine Hitzewelle zum Monatswechsel hingewiesen hatte, ziehen nun auch das deutsche ICON-Modell sowie das europäische ECMWF-Modell nach. Damit ist klar: Die erste Hitzephase des Jahres 2025 steht unmittelbar bevor.
Am Samstag (31. Mai) und Sonntag (1. Juni) sind in weiten Teilen Deutschlands Höchstwerte von 30 bis 33 Grad möglich – der meteorologische Sommerbeginn wird seinem Namen also mehr als gerecht. Besonders im Südwesten und Westen könnte es sogar noch etwas heißer werden. Der Mai verabschiedet sich damit mit einem regelrechten Temperatursprung, nachdem es am Mittwoch zuvor im Norden und Nordosten sogar Tornado-Warnungen gab.
Wetter in Deutschland kippt: Warme Luftmassen und erste Gewitter – der Sommer zeigt sich ungestüm
Diese Wetterlage wird laut wetter.net von feuchtwarmer Luft geprägt sein, die aus südlichen Richtungen nach Deutschland strömt. Bereits am Sonntagnachmittag sind erste Wärmegewitter möglich, besonders in den Mittelgebirgen und im Süden. Die Luft wird zunehmend schwül, die gefühlten Temperaturen liegen regional deutlich über 30 Grad. Diese Wetterlage ist typisch für frühsommerliche Hitzeperioden – tagsüber heiß, abends und nachts lokale Gewitter mit Starkregen, Hagel oder Sturmböen.
Der Montag nach dem Wochenende bringt keine Entspannung: Die Wettermodelle deuten auf eine labil geschichtete Atmosphäre, die in Verbindung mit der Energie der warmen Luft immer wieder Unwetterpotenzial bereithält. Besonders gefährlich wird es, wenn sich stationäre Gewitter mit starkem Regen bilden, die an Ort und Stelle für Überschwemmungen sorgen können.
Wetter-Ausblick bis Pfingsten: Sommerlich, schwül und gewitteranfällig
Der Blick auf die erste Juniwoche bis zum Pfingstwochenende zeigt: Das sommerlich warme Wetter bleibt erhalten, doch es wird zunehmend unbeständiger. Laut wetter.net ist die Wetterlage durch eine südwestliche Strömung geprägt, die immer wieder feuchtwarme Luft nach Deutschland führt. Die Temperaturen bleiben dabei meist über 25 Grad, vielerorts sogar knapp über 30 Grad. Gleichzeitig steigen die Gefahren durch schwere Gewitter, vor allem in den Nachmittags- und Abendstunden.
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Das Pfingstwochenende (7.–9. Juni) könnte nach jetzigem Stand ebenfalls sehr warm, aber eben auch von kräftigen Schauern und Gewittern durchzogen sein. Es empfiehlt sich daher, Outdoor-Aktivitäten frühzeitig zu planen und die aktuellen Wetterwarnungen im Blick zu behalten – der Sommer startet dieses Jahr mit voller Kraft und unberechenbarer Dynamik.
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