Büroräume von Spitzenkandidat
Nach Spionage-Verdacht gegen Mitarbeiter: Durchsuchung bei AfD-Politiker Krah in Brüssel
VonFelix Durachschließen
Das Büro des AfD-Spitzenkandidaten bei der Europawahl, Maximilian Krah, wurde durchsucht. Es geht um den Spionage-Verdacht gegen seinen Mitarbeiter.
Brüssel – In Folge der Spionagevorwürfe gegen einen Mitarbeiter des AfD-Politikers Maximilian Krah hat die Generalstaatsanwaltschaft am Dienstagvormittag Büroräume im EU-Parlament in Brüssel durchsuchen lassen. Dabei soll es sich um die Büros von Krah und seinem Mitarbeiter Jian G. handeln, wie die Tagesschau berichtete. Dafür habe man sich zunächst am Morgen die Zustimmung des Parlaments eingeholt.
Aus dem Europaparlament hieß es, wie immer arbeite das Europäische Parlament mit den nationalen Behörden zusammen. In diesem Zusammenhang sei der Zugang gewährt worden. Ein Sprecher der belgischen Staatsanwaltschaft sagte der dpa, man habe auf Bitte der deutschen Behörden gehandelt.
Büro von AfD-Spitzenkandidat Krah in Brüssel durchsucht – Spionagevorwürfe gegen Mitarbeiter
Vor zwei Wochen war bereits die Privatwohnung von G. in Dresden durchsucht worden. Am Dienstag führte die Bundesstaatsanwaltschaft im Rahmen der Ermittlungen weitere Durchsuchungen in Brüssel durch. Den Berichten zufolge richten sich die Ermittlungen jedoch weiterhin lediglich gegen G. Krah selber gilt nicht als Beschuldigter, sondern als Zeuge. G. sitzt wegen des Verdachts der Spionage in Untersuchungshaft. „Die Maßnahmen erfolgen in dem Verfahren gegen Jian G. wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit“, teilte der Generalbundesanwalt mit.
Dem langjährigen Mitarbeiter des AfD-Europaabgeordneten wird vorgeworfen, Informationen an den chinesischen Geheimdienst weitergeleitet zu haben – wohl auch aus Brüssel. Krah hatte G. nach seinem Einzug ins EU-Parlament 2019 eingestellt. Krah bestritt bislang, etwas über die Vorwürfe gegen seinen Mitarbeiter gewusst zu haben.
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AfD bei der Europawahl: Wirbel um Spitzenkandidaten Krah und Bystron
Krah tritt als Spitzenkandidat seiner Partei für die bevorstehende Europawahl im Juni an. Der Wahlkampf der Alternative für Deutschland ist bislang jedoch gesäumt von Skandalen und Affären. Neben Krah stand zuletzt auch Petr Bystron im Fokus, der auf dem zweiten Platz der AfD-Wahlliste steht. Dem Bundestagsabgeordneten wird vorgeworfen, Zahlungen aus Russland angenommen zu haben. Bystron und seine Partei wiesen die Vorwürfe zurück. (fd mit dpa)
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