Bundestagswahl 2025

Entscheidung wohl gefallen: Weidel soll Kanzlerkandidatin der AfD werden

  • Nail Akkoyun
    VonNail Akkoyun
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Gut ein Jahr vor der Bundestagswahl 2025 scheint die AfD sich in der K-Frage geeinigt haben. Parteivorsitzende Alice Weidel soll den Wahlkampf anführen.

Berlin – Die AfD hat sich offenbar in ihrer K-Frage festgelegt. So soll die Parteivorsitzende Alice Weidel laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zur AfD-Kanzlerkandidatin für die Bundestagswahl 2025 gekürt werden. Darauf hätten sich Weidel und ihr Co-Vorsitzender Tino Chrupalla „bei einem Vier-Augen-Gespräch“ geeinigt.

Damit würde die AfD zum ersten Mal ein Parteimitglied für eine Kanzlerkandidatur aufstellen. Bisher hatten die Rechtspopulisten auf Spitzenduos in den Wahlkämpfen gesetzt: 2017 waren es noch Weidel und Alexander Gauland, 2021 Weidel und Chrupalla.

Alice Weidel, Bundesvorsitzende der AfD, spricht auf einer Parteiveranstaltung. (Archivfoto)

AfD auf Platz zwei in Umfragen – bislang zeigt sich keine Partei koalitionswillig

Über die AfD-Kanzlerkandidatur sollen Bundesvorstand sowie Bund-Länder-Konferenz bereits Anfang Dezember abstimmen. Im Januar soll der Parteikonvent folgen; zwei Monate später könnte die 45-jährige Weidel dann offiziell auf dem Bundesparteitag der AfD von den Delegierten zur Kanzlerkandidatin gewählt werden.

Die AfD-Spitze im Wandel der Zeit: von Bernd Lucke bis Alice Weidel

Die AfD liegt in den Umfragen zur Bundestagswahl 2025 an zweiter Stelle.
Auf dem Parteitag wurde Parteichefin Alice Weidel zur Kanzlerkandidatin gekürt.
AfD-Bundesparteitag in Riesa
AfD Parteitag 2013 in Berlin
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Die in Teilen rechtsextreme Partei liegt in aktuellen Umfragen bei zwischen 17 und 20 Prozentpunkten. Eine reale Chance aufs Kanzleramt hätte Weidel damit nicht – auch, weil aktuell keine andere Partei eigenen Angaben zufolge mit der AfD koalieren würde.

Alice Weidel nannte die sogenannte „Brandmauer“ der CDU zuletzt „zutiefst antidemokratisch“. Das sagte die Parteichefin in einem Interview mit der italienischen Zeitung La Repubblica. Denn nach dem Wahlergebnis bei den Ost-Landtagswahlen zeige sich der Drang der Wählerinnen und Wähler nach einer „substanziellen politische Veränderung“, so Weidel. (nak)

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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