Bundestagswahl
ARD, ZDF und RTL: TV-Duelle zwischen Scholz und Merz stehen fest
- VonJan-Frederik Wendtschließen
Zwei TV-Duelle zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz sind geplant. Zusätzliche Debatten könnten stattfinden - auch zwischen Robert Habeck und Alice Weidel.
Berlin – Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und CDU-Chef Friedrich Merz werden vor der Bundestagswahl in mehreren TV-Duellen um die Gunst der Wählerinnen und Wähler buhlen. ARD und ZDF werden die beiden Kanzlerkandidaten ihrer Parteien am 9. Februar im TV diskutieren lassen. Am 16. Februar wird das Duo bei RTL zu sehen sein – „zum letzten und entscheidenden Schlagabtausch“, wie der private TV-Sender ankündigt.
Das öffentlich-rechtliche TV-Duell werden Sandra Maischberger (ARD) und Maybrit Illner (ZDF) moderieren. Zuschauerinnen und Zuschauer werden die Auseinandersetzung zwischen Scholz und Merz über 90 Minuten zeitgleich im Ersten und Zweiten sehen können. Das TV-Duell von RTL, ntv und Stern moderieren Günther Jauch und Pinar Atalay.
ARD, ZDF und RTL: Sender planen weitere TV-Duelle
Zudem sind weitere TV-Duelle geplant: ARD und ZDF haben Robert Habeck (Die Grünen) und Alice Weidel (AfD) für einen gemeinsamen Auftritt angefragt, teilten die Sender mit. Laut eigenen Angaben führt auch RTL „derzeit Gespräche“ mit den Kanzler- und Spitzenkandidaten der Parteien.
Nach Union, SPD, Grünen und AfD hat nun auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mitgeteilt, die Parteigründerin und Spitzenpolitikerin als Kanzlerkandidatin zu benennen, „damit sich unsere Konkurrenten keinen ungerechtfertigten Vorteil verschaffen“, sagte Generalsekretär Christian Leye der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Nach heftigem Schlagabtausch: Zuschauer erwarten TV-Duelle mit Spannung
Die Wählerinnen und Wähler können die TV-Duelle mit Spannung erwarten. Vor und nach der Vertrauensfrage lieferten sich die Spitzenpolitiker einen heftigen Schlagabtausch. Scholz warf seinem ehemaligen Finanzminister und FDP-Chef Christian Linder eine fehlende „sittliche Reife“ für ein Regierungsamt und „wochenlange Sabotage“ vor.
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Diese Äußerungen von Scholz bezeichnete Merz bei seiner Rede als „blanke Unverschämtheit“. Zudem unterbrach der CDU-Chef seine Rede, um auf das Gelächter aus der SPD-Fraktion zu reagieren – mit den Worten: „Dass sie darüber lachen, das zeigt, auf welchem Planeten sie leben, meine Damen und Herren, liebe SPD.“
Die SPD-Lacher bezogen sich auf die Aussage von Merz, dass die Arbeitszeit in Deutschland insgesamt zu niedrig sei. (Jan-Frederik Wendt)
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