Dürre macht zu schaffen

Wetter-Schock im Frühling: Rhein sinkt auf Rekordtief – Meteorologe fürchtet drastische Auswirkungen

  • VonDominik Jung
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Ungewöhnlich frühes Niedrigwasser lähmt die Schifffahrt. Wetter-Experte Dominik Jung nennt Ursachen und glaubt, die Folgen könnten auch Verbraucher spüren.

Hamm – Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net hatte es bereits angedeutet – jetzt ist es Realität: Der Wasserstand des Rheins sinkt dramatisch, und das mitten im Frühjahr. „Was wir gerade erleben, ist ein ungewöhnlich früher und ausgeprägter Niedrigwasserstand, der bereits erste Auswirkungen auf den Warenverkehr zeigt“, erklärt Jung.

Wetter-Problem im Frühling auf dem Rhein: Meteorologe warnt vor drastischen Folgen

Ursache dafür sei eine Kombination aus ausbleibendem Regen und fehlendem Schmelzwasser aus den Alpen. Während viele noch mit Frühlingsgefühlen beschäftigt sind, stehen Reedereien und Logistikunternehmen vor einer logistischen Herausforderung. Dass der Rhein zu dieser Jahreszeit derart wenig Wasser führt, ist nicht nur selten, sondern auch besorgniserregend.

Schifffahrt ausgebremst: Frachter müssen Ladung wegen Niedrigpegel am Rhein deutlich reduzieren

Die Wasserstände an deutschen Flüssen wie dem Rhein sind derzeit so niedrig, dass die Binnenschifffahrt gezwungen ist, ihre Kapazitäten stark zu reduzieren. Besonders kritisch ist die Lage an der Engstelle bei Kaub zwischen Bingen und Koblenz. Dort wurde am Sonntag ein Pegelstand von nur noch 97 Zentimetern gemessen – ein Wert, der bei anhaltender Trockenheit in den kommenden Tagen unter die kritische Marke von 78 Zentimetern fallen könnte.

Die Regensummen bis Freitag (11. April). In Deutschland wird kaum ein Tropfen erwartet. Die Lage spitzt sich weiter zu.

Für Frachtschiffe bedeutet das: Weniger Ladung, längere Transportzeiten, steigende Kosten. Auch am Pegel Worms sieht es düster aus – dort fiel der Stand zuletzt auf 73 Zentimeter und könnte in Kürze sogar unter 50 Zentimeter rutschen. Die wirtschaftlichen Folgen sind weitreichend. Zahlreiche Unternehmen entlang der Wasserwege – nicht nur in der Pfalz – beginnen sich ernsthafte Sorgen um ihre Lieferketten zu machen.

Teure Konsequenzen des Trocken-Wetters: Kommt jetzt die Preiswelle?

Wenn Transportschiffe nicht mehr voll beladen fahren können, muss die Fracht auf mehrere Schiffe verteilt werden – oder gleich auf andere Verkehrsträger wie Lkw oder Bahn ausweichen. Das bedeutet steigende Kosten, die letztlich bei den Verbrauchern ankommen könnten.

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Die Industrie- und Handelskammern warnen bereits vor möglichen Engpässen und Preisanstiegen in den kommenden Wochen. Sollte sich die Trockenphase fortsetzen und keine Entspannung in Sicht sein, droht eine Situation, wie man sie sonst eher aus dem Spätsommer kennt. Die Befürchtungen von Experten sind damit traurige Realität geworden – und könnten erst der Anfang eines langen Niedrigwasser-Jahres sein. Schon vor Wochen hatten sich die Dürre-Probleme durch das aktuelle Wetter angekündigt.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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