Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Bisherige Wetter-Trends geraten ins Wanken – Nächste Wende könnte bereits bevorstehen

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Pfingsten bringt Kälte und Bodenfrost statt Frühsommer. Wettermodelle zeigen: Die Hitze könnte auf sich warten lassen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

München – Pfingsten 2025 zeigt sich kühl, regional nass und deutlich unter den Erwartungen eines frühen Sommereinbruchs. Statt Badewetter dominiert in weiten Teilen Deutschlands frische Luft – teils droht in den Nächten sogar Bodenfrost. „So stellt man sich den Auftakt in einen Hitzesommer nicht vor“, sagt Meteorologin Kathy Schrey von wetter.net. Eine kurze Erwärmung nach den Feiertagen scheint sich zwar anzudeuten, doch Wettermodelle sprechen bereits jetzt wieder von einem möglichen Temperatursturz ab Mitte Juni. Von stabiler Sommerhitze fehlt bislang jede Spur – das gilt auch für weite Teile Mitteleuropas.

Von einigen Experten war im Mai ein Hitze- oder gar Rekordsommer befürchtet worden. Doch bisher ist davon wenig bis gar nichts zu sehen oder zu spüren. Ändert sich das bald?

ECMWF und NOAA: Wettermodelle mit unterschiedlichen Sommertrends

Auffällig ist: Das amerikanische Langfristmodell CFS der NOAA hatte den Juni 2025 nie als Hitzemonat auf dem Schirm – und liegt bislang erstaunlich gut. Im Gegensatz dazu hatte das europäische Wettermodell ECMWF noch vor wenigen Wochen einen deutlich überdurchschnittlich warmen Juni prognostiziert. Doch in den aktuellen Modellläufen bis zum 21. Juni ist davon nichts mehr zu erkennen.

Der erste Sommermonat 2025 scheint demnach in Deutschland kühl bis durchschnittlich auszufallen. Auch andere Langfristtrends, etwa vom Max-Planck-Institut für Meteorologie, die von einem sehr warmen Sommer 2025 ausgegangen waren, geraten zumindest für den Juni ins Wanken. Bereits in der Woche vor Pfingsten kommt es zu schweren Unwettern.

Sommerwetter in Deutschland: Hoffnung ruht auf Juli und August

Die große Frage lautet nun: War die Ankündigung eines Hitzesommers 2025 verfrüht? Zumindest der Juni dürfte keine Hitzehöhepunkte liefern – das zeigen sowohl das amerikanische NOAA-Modell als auch aktuelle ECMWF-Daten. Dennoch bleibt offen, ob der Hochsommer mit Juli und August noch mit überdurchschnittlichen Temperaturen auftrumpfen kann.

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Solche Entwicklungen lassen sich derzeit noch nicht sicher vorhersagen. Der Sommer 2025 ist also keineswegs abgeschrieben – aber er startet gedämpft. Wetterexperten und Modellrechnungen mahnen zur Geduld: Der Trend zu mehr Wärme könnte sich erst spät im Sommer durchsetzen. Bis dahin bleibt das Wetter wechselhaft – und die Prognosen spannend. Noch vor einigen Tagen prognostizierten die Experten einen Hitzesommer kurz nach Pfingsten.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Sven Hoppe

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