Ende vom Ukraine-Krieg
Trump und Putin: Telefonat und Vis-à-vis-Treffen – was jetzt geplant ist
VonFranziska Schwarzschließen
In den Verhandlungen zum Ende vom Ukraine-Krieg ist weiterhin Tempo. Trump redet mit Putin. Selenskyj scheint vor Zugeständnissen zu stehen.
Washington – Donald Trump hat angekündigt, am Dienstag (18. März) mit Wladimir Putin zu reden. Bei dem Gespräch mit dem russischen Präsidenten solle es um ein Ende für den Ukraine-Krieg gehen, sagte der US-Präsident am Sonntagabend vor Journalisten an Bord des Präsidentenflugzeugs „Air Force One“.
Verhandlungen zum Ende für den Ukraine-Krieg: Trump glaubt an baldigen „Deal“
Neben einem Telefonat mit Putin über ein Ende des russischen Angriffskriegs stellte Trump auch ein späteres persönliches Treffen mit dem Kremlchef in Aussicht. Einen Termin dafür gibt es bislang nicht. US-Medien zufolge sagte Trump auf dem Flug, die Chancen für einen „Deal“ stünden sehr gut und es werde bis Dienstag möglicherweise etwas mitzuteilen geben.
Kraftwerke und Land: Trump zu Zugeständnissen an Putin bei Ukraine-Deal bereit
Am Wochenende – die Außenminister Russlands und der USA hatten am Samstag telefoniert – sei „einiges“ ausgearbeitet worden, sagte Trump weiter. Auf die Frage, um welche Zugeständnisse der Kriegsparteien es gehe, antwortete der US-Präsident demnach, die Diskussion drehe sich unter anderem um Gebietsansprüche und Kraftwerke.
Trump nannte als Gesprächsthema hier „die Aufteilung bestimmter Vermögenswerte“ zwischen Russland und der Ukraine. Vieles sei bereits „mit beiden Seiten“ besprochen worden. Als konkrete „Vermögenswerte“ nannte der US-Präsident „Land“ und „Kraftwerke“.
Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Putin stellt Maximalbedingungen für ein Ende
In die Bemühungen um eine Waffenruhe war zuletzt Bewegung gekommen, nachdem die Ukraine bei Gesprächen mit den USA in Saudi-Arabien einem US-Vorschlag für eine 30-tägige Feuerpause zugestimmt hatte. Die USA nahmen daraufhin die zwischenzeitlich gestoppte Militärhilfe für die Ukraine wieder auf.
Vergangene Woche traf sich Trumps Sondergesandter Steve Witkoff mit Putin in Moskau. Putin hat eine Waffenruhe nicht akzeptiert, sondern stattdessen Maximalbedingungen gestellt. Dazu gehören die Abtretung ukrainischer Gebiete, die Russland annektiert hat, eine Absage der Ukraine an eine künftige Nato-Mitgliedschaft und die Entmachtung der Regierung in Kiew mit ihrem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
Wladimir Putin: Der Aufstieg von Russlands Machthaber in Bildern




Ukraine-Krieg-Verhandlungen: Rubio nennt Telefonat mit Lawrow „vielversprechend“
US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete unterdessen sein Telefonat vom Wochenende mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow im Fernsehsender CBS als „vielversprechend“. Es sei schwer, über ein dauerhaftes Kriegsende zu verhandeln, während sich die Kriegsparteien angriffen.
Im Falle einer Einigung auf eine Waffenruhe solle es eine „zweite Phase geben, die daraus besteht, etwas Dauerhafteres auszuhandeln“. „Das wird schwer sein. Man muss hart arbeiten, Zugeständnisse von jeder Seite machen, aber das sollte machbar sein“, sagte Rubio.
Trump und Putin hatten bereits Mitte Februar miteinander telefoniert. Anschließend hatte Trump erklärt, er habe mit dem Kremlchef den „unverzüglichen“ Beginn von Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine vereinbart. Er stellte zudem ein baldiges Treffen mit Putin in Saudi-Arabien in Aussicht. (frs mit Nachrichtenagenturen)
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