Insa-Sonntagstrend

Bundestagswahl-Umfrage: Abwärtstrend für Merz-Union

  • Laura May
    VonLaura May
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In der aktuellen Insa-Umfrage verzeichnen CDU und CSU wenige Wochen vor der Bundestagswahl einen Rückgang der Zustimmung. Lindner scheint von Merz’ Verlust zu profitieren.

Berlin – Wäre die Bundestagswahl 2025 bereits am Sonntag (19. Januar), wäre die Union zwar nach wie vor stärkste Kraft, im Vergleich zur Vorwoche verlieren CDU/CSU allerdings erneut einen Punkt und kommen laut der aktuellen Insa-Umfrage nur noch auf 29 Prozent. Zwischenzeitlich stand die Union in den Umfragen bei 33 Prozent, in nur wenigen Monaten rutscht sie nun unter die symbolische 30-Prozent-Marke.

Auch die AfD verliert in der aktuellen Sonntagsfrage für die Bild-Zeitung leicht (-1 Prozentpunkt) und ist mit 21 Prozent allerdings immer noch die zweitstärkste Partei. Bei der Frage, wen die Menschen direkt zum Bundeskanzler/zur Bundeskanzlerin wählen würden, kann AfD-Kandidatin Alice Weidel allerdings einen Punkt dazugewinnen und kommt auf 22 Prozent. Bei Friedrich Merz ist der Umfrageunterschied zu seiner Partei mit 7 Prozent deutlich größer, er kommt bei der Kanzler-Frage auf 23 Prozent.

Friedrich Merz: Bierdeckel, Blackrock und schließlich Bundeskanzler

Friedrich Merz wurde am 11. November 1955 in Brilon geboren.
Luftbild des Gymnasiums Petrinum in Brilon, wo Friedrich Merz seine Schulzeit verbrachte und 1975 das Abitur ablegte.
Friedrich Merz studierte unter anderem an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Jura.
Friedrich Merz leistet seinen Wehrdienst von Juli 1975 bis September 1976 bei der Artillerietruppe der Bundeswehr in Kusel.
Friedrich Merz: Bierdeckel, Blackrock und schließlich Bundeskanzler

Umfrage zur Bundestagswahl 2025 zeigt Zugewinne am Rand des Parteienspektrums

Umfragewerte für SPD und Grüne zur Bundestagswahl 2025 bleiben in der aktuellen Prognose unverändert. Die Protagonisten der gescheiterten Ampel-Koalition stagnieren beide weit unter 20 Prozent. 16 Prozent würden demnach den Sozialdemokraten ihre Stimme geben, 13 Prozent wollen den Grünen ihr Vertrauen aussprechen. Linke (4 Prozent) und BSW (7 Prozent) können im Vergleich zur vorherigen Sonntagsfrage jeweils einen Prozentpunkt dazugewinnen.

Auch die FDP klettert in der aktuellen Sonntagsfrage von Insa einen Prozentpunkt nach oben und würde nach der Umfrage die Fünf-Prozent-Hürde knacken und wieder in den Bundestag einziehen. Laut Insa-Chef Hermann Binkert steht die Schwäche der Union und das Plus bei der FDP in Zusammenhang, wie er gegenüber Bild erklärte: „Die FDP ist etwas stärker geworden. Das geht zulasten der Union, weil es große Schnittmengen innerhalb beider Partei-Anhängerschaften gibt. Das macht aber auch eine eigene Mehrheit für Schwarz-Gelb so schwierig, weil beide Parteien um die gleichen Wählergruppen werben.“

Die aktuellen Daten der Umfrage zur Bundestagswahl 2025 im Überblick

ParteiUmfrage-Ergebnis in %
CDU/CSU29
AfD21
SPD16
Grüne13
BSW7
FDP5
Linke4

Institut: Insa Erhebungszeitraum: 13. - 17.1.2025. Fallzahl: 1206 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,9 Prozentpunkte.

Bundestagswahl 2025: Umfragen sind keine Prognosen

Umfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Zudem ist stets ein statistischer Fehler von bis zu drei Prozentpunkten zu beachten (Fehlertoleranz).

Die Umfragen in Deutschland sind zuletzt recht genau ausgefallen. So lag die mittlere durchschnittliche Abweichung aller Institute bei der Bundestagswahl 2021 laut dem Internetportal Dawum bei 1,03 Prozentpunkten. Berücksichtigt wurden dabei all diejenigen Institute, die 30 Tage vor der Wahl eine Sonntagsfrage veröffentlicht hatten. (cs)

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