„Absurde Informationsverfälschung“
Gerüchte um Putins Tod: Kreml-Sprecher nennt neue Details
VonBona Hyunschließen
Putins Pressesprecher Peskow äußert sich erneut zu Gerüchten um Putins Gesundheit. Er weist jegliche Spekulationen als „Verfälschung“ zurück.
Moskau – Kreml-Sprecher Dmitri Peskow dementierte am Freitag (27. Oktober) Gerüchte um den Tod des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die sich in den sozialen Medien verbreitet hatten. Die Information, dass Putin gestorben sei und ein Doppelgänger seinen Posten übernommen habe, sei „eine absurde Informationsverfälschung“, sagte Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti. Es ist das zweite Mal in kürzester Zeit, dass der Kreml-Beamte Spekulationen über Putins Gesundheit zurückweisen musste.
Kreml dementiert erneut Gerüchte über Putins Gesundheit
Bereits am Dienstag hatte der Kreml Internetberichte über einen angeblichen Herzanfall des Machthabers offiziell dementiert. „Bei ihm ist alles in Ordnung“, sagte Sprecher Peskow am Dienstag (24. Oktober 2023) der Agentur Interfax zufolge. Zuvor hatte ein viel gelesener russischer Telegram-Blog behauptet, Putin habe am vergangenen Wochenende einen Herzanfall erlitten und sei von Ärzten reanimiert worden. Die Glaubwürdigkeit des Berichts ist gering, Peskow sprach von falschen westlichen Medienberichten. Warum sich der Kreml trotzdem zu den Gerüchten äußert und Peskow selbst die Meldungen eines russischen Telegram-Kanals als „Verfälschungen“ einstufen muss, gibt Rätsel auf.
Gerüchten um russischen Präsidenten
Das passiert, wenn Wladimir Putin stirbt
Nur wenige Tage nachdem Behauptungen, Präsident Putin habe einen Herzstillstand erlitten, als „Fake News“ abgetan wurden, meldete dieselbe Quelle, der Telegram-Kanal GeneralSVR, am späten Donnerstagabend, Russlands Staatschef sei „in seinem luxuriösen Waldpalast Valdai gestorben“. Dem Bericht zufolge seien die behandelnden Ärzte von Putins Sicherheitspersonal „in dem Raum mit Putins Leiche blockiert“ worden, während Kremlbeamte entschieden hätten, wie sie „das derzeitige Regime aufrechterhalten und Putins Doppelgänger einsetzen können.“ Kreml-Sprecher Peskow dementierte diese Meldung am Freitag als „eine absurde Informationsverfälschung“.
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Häufige Spekulationen um Gesundheitszustand von Russlands Präsidenten Wladimir Putin
Die Gerüchte um den Gesundheitszustand des Präsidenten kochen regelmäßig hoch. Immer wieder wird von einer Krebs-Erkrankung Putins berichtet. Im November 2022 sagte ein russischer Geheimdienstler der Boulevardzeitung The Sun, dass Putin tatsächlich an Parkinson und Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt sei. Die britische Zeitung berief sich dabei auf E-Mails des Mannes. Der Insider schrieb: „Ich kann bestätigen, dass er Parkinson im Frühstadium hat. Doch die Krankheit schreitet voran.“ Zuletzt hieß es, dass geleakte Dokumente die Krebs-Erkrankung des Präsidenten bestätigten. Etwaige Angaben zu Putins Gesundheitszustand ließen sich bislang nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml hat solche Meldungen immer wieder dementiert. (bohy)
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