Angriffe auf die Ukraine
„Er ist völlig verrückt geworden“: Trump warnt Putin jetzt vor dem „Untergang“ Russlands
VonFranziska Schwarzschließen
Trump wechselt seine Verhandlungsstrategie: Erstmals nimmt der US-Präsident deutlich Abstand vom Kremlchef Putin.
Kiew/Moskau/Washington – Die russischen Luftangriffe auf die Ukraine im Ukraine-Krieg werden heftiger. US-Präsident Donald Trump verliert jetzt die Contenance mit Kremlchef Wladimir Putin. Er habe „immer“ ein „sehr gutes Verhältnis“ zu Russlands Präsidenten gehabt, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. „Aber irgendetwas ist mit ihm passiert. Er ist völlig verrückt geworden“, fügte er an.
Zugleich warnte Trump davor, dass jeder Versuch Moskaus, im Zuge seiner aktuellen militärischen Invasion in die Ukraine das gesamte ukrainische Territorium zu erobern, zum „Untergang“ Russlands führen werde. Er selbst habe „immer gesagt, dass er die ganze Ukraine will, nicht nur ein Stück davon“, erklärte Trump mit Bezug zu Putin. „Vielleicht erweist sich das als richtig, aber wenn er das tut, wird es zum Untergang Russlands führen“, schrieb Trump.
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Trump unzufrieden mit Putin und dessen Vorgehen im Ukraine-Krieg
Bereits zuvor hatte sich der Republikaner zunehmend verärgert über den Kremlchef geäußert. „Ich bin nicht glücklich damit, was Putin macht“, sagte Trump am Sonntag (25. Mai) vor der Presse. „Er tötet viele Menschen, und ich weiß nicht, was zum Teufel mit Putin los ist“, sagte er vor seinem Abflug aus New Jersey nach Washington.
Weiter sagte er mit Blick auf Putin: „Ich kenne ihn schon lange und bin immer gut mit ihm ausgekommen. Aber er schickt Raketen in Städte und tötet Menschen, und das gefällt mir überhaupt nicht.“
Trump kritisiert jüngste Angriffe aus Russland im Ukraine-Krieg als grundlos
Die russische Armee hat die dritte Nacht in Folge die Ukraine massiv mit großen Schwärmen von Drohnen angegriffen. Trump monierte, die Luftangriffe seien grundlos. Er machte aber auch dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Vorwürfe, zu wenig zur Beendigung des Ukraine-Kriegs beizutragen.
Selenskyj wiederum beschuldigte Russland des Terrors und forderte vom Westen mehr Druck auf Moskau. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) warf Putin vor, die Menschenrechte mit Füßen zu treten.
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US-Präsident Trump frustriert über Ukraine-Gespräche mit Russland
Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder Bewunderung für Putin geäußert. Im Wahlkampf hatte er behauptet, er könne den Ukraine-Krieg binnen 24 Stunden beenden. In den vergangenen Wochen hat Trump allerdings wiederholt seine Frustration über Moskaus Haltung in den festgefahrenen Ukraine-Gespräche geäußert.
Neue Gespräche in Istanbul? Türkei will im Ukraine-Krieg vermitteln
Trump möchte ein Ende der Kämpfe in der Ukraine erreichen – Kritiker werfen ihm aber vor, dabei nicht genügend Druck auf Russland auszuüben. Die Türkei – ein möglicher Vermittler im Ukraine-Krieg – schickt ihren Außenminister Hakan Fidan am heutigen Montag (26. Mai) für zwei Tage nach Moskau. Er soll dort mit seinem Kollegen Sergej Lawrow sprechen, aber auch mit Putin zusammentreffen. Russland und die Ukraine hatten 2022 direkte Gespräche in Istanbul geführt, Mitte Mai wurde dieser Gesprächsfaden wieder aufgenommen. (frs mit Nachrichtenagenturen)
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