Menschen werden ausgeflogen
Wahllokale zerstört: Schlimme Unwetter in Österreich erschweren Europawahl-Abstimmung
Wer am Tag der Europawahl 2024 in Österreich vor die Tür wollte, stand mancherorts vor Schwierigkeiten. Teils galt wegen Starkregens sogar Schutzalarm.
Wien – Schwere Unwetter in der Nacht haben in vielen Teilen Österreichs zu Überschwemmungen und Schäden geführt – und kurzzeitig die Europawahl 2024 behindert. In der Steiermark musste aufgrund einer Mure die Pyhrnautobahn (A9) bei Übelbach bis voraussichtlich mindestens Montag (10. Juni) gesperrt werden.
Mehrere Menschen wurden aus Übelbach ausgeflogen, berichtete der Sender Ö3 im Onlinedienst X. Wie die Landeswarnzentrale der Nachrichtenagentur APA mitteilte, waren die Häuser der Betroffenen von der Außenwelt abgeschnitten.
Wahllokale in Österreich während Europawahl 2024 vorübergehend geschlossen
Gleich mehrere Wahllokale für die Europawahl 2024 waren durch die schweren Unwetter nicht zugänglich oder wurden sogar zerstört. Betroffen waren laut APA etwa Wahllokale in Deutschfeistritz nördlich von Graz sowie im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Den Angaben zufolge reagierten die zuständigen Stadtverwaltungen „sehr rasch“ und verlegten die Wahllokale.
In Deutschfeistritz, Eggersdorf und im Grazer Viertel Nord-Andritz wurde laut APA zwischenzeitlich Zivilschutzalarm ausgelöst, der am Morgen jedoch wieder aufgehoben wurde. Die Landeswarnzentrale Steiermark riet demnach den Menschen zur Vorsicht. Die Ufer von Gewässern und Keller sollten in den von viel Regen betroffenen Gebieten gemieden werden, hieß es.
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Im Burgenland, wo vor allem der Bezirk Oberwart betroffen war, wurde dem APA-Bericht zufolge die Unterstützung des Bundesheeres angefordert. Für den gesamten Bezirk galt demnach der Katastrophenfall.
Unwetter behindern Abstimmungen zur Europawahl 2024 in Österreich
Auch in Tirol kam es infolge von Starkregen und Hagel am Samstagabend zu Murenabgängen. In Niederösterreich musste die Polizei vor allem im Süden ausrücken, hauptsächlich für Auspumparbeiten. In Oberösterreich waren nach Unwettern insgesamt 1700 Hilfskräfte im Einsatz. (AFP/frs)
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