Teures Rüstungsprogramm

F-35 Lightning II: Drastische Kostenexplosion bei neuer Kampfjet-Generation

US-Kampfjet der neuesten Generation: F-35 Lightning II
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US-Kampfjet der neuesten Generation: F-35 Lightning II.

Der F-35 Lightning II gilt als modernster Kampfjet der Welt. Wie extrem hoch die Kosten für den US-Haushalt sind, verdeutlicht ein neuer Bericht des Pentagons.

Washington/München - Der militärisch-industrielle Komplex (MIK) nimmt in den USA traditionell mit Abstand den größten Posten beim Haushaltsbudget ein. So verschlingt das Verteidigungsministerium im Pentagon beispielsweise deutlich mehr Steuergelder als beispielsweise der Bildungssektor oder das Gesundheitssystem.

Das meiste Geld der Vereinigten Staaten fließt in die moderne Kampfjet-Generation F-35 Lightning II: Ein Bericht des Pentagon verdeutlicht, dass das kostenträchtige Rüstungsprojekt alleine in diesem Jahr ungeplante Mehrkosten in Höhe von 26 Milliarden US-Dollar vereinnahmt - im Vergleich zu einer Schätzung im vergangenen Jahr. Das Portal Stars and Stripes erläutert, dass dies in etwa jener Summe entspricht, welche die US-Raumfahrtbehörde NASA in Sachen Budget für das komplette Jahr 2023 kostet.

F-35 Lightning II: Neue Kampfjet-Generation mit immer höheren Kosten

Für das bereits 2001 beschlossene Programm zur Entwicklung und Produktion der fünften Kampfjet-Generation F-35 werden dem aktuellen Stand nach Kosten in Höhe von 438 Mrd. US-Dollar veranschlagt, aufgrund verschiedener Teuerungen inklusive Inflation. Die vor über 20 Jahren einkalkulierte Summe beläuft sich auf 233 Mrd. US-Dollar - der finanzielle Aufwand für den amerikanischen Haushalt hat sich seitdem also fast verdoppelt.

Eine mögliche Aufstockung der Produktion spielt hierbei jedoch keine Rolle: Alleine durch die Preisexplosion im Vergleich zur letztjährigen Auswertung habe sich der Preis pro Kampfjet (für die US Air Force sind 2456 Stück geplant) von 166 auf 179 Millionen US-Dollar pro Flugzeug erhöht, so der Bericht.

Jedoch scheint das immer noch günstiger zu sein, als ein F-35-Kampfjet die Bundeswehr kostet: Den deutschen Steuerzahler kostet das Unterfangen allem Anschein nach einen deutlich höheren Stückpreis. Dazu muss für den Tornado-Nachfolger der Bundeswehr in großem Umfang die Infrastruktur erweitert werden:

USA: Wesentlich mehr Geld für F-35 als für Bildung und Klimawende

Vom geplanten Fertigungsvolumen von über 3000 F-35 Lightning II-Modellen für die USA sowie internationale Abnehmer wurden den Angaben zufolge bereits 965 ausgeliefert. Allerdings müssen angeblich aufgrund von neuen Testergebnissen viele davon bereits nachgerüstet bzw. modernisiert werden.

Eine weitere erschreckende Zahl veröffentlichte jüngst der Rechnungshof der Vereinigten Staaten (GAO): Inklusive Anschaffungs- und Instandhaltungskosten über die gesamte Lebensdauer des Kampfjets F-35 wird der US-Haushalt mit finanziellen Aufwendungen von mehr als 1,7 Billionen US-Dollar belastet.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Derweil verdeutlicht ein Bericht des National Priorities Project vom Institute for Policy Studies, dass der US-Steuerzahler pro Jahr durchschnittlich rund 1087 Dollar für Hersteller der Rüstungs- und Waffenindustrie ausgibt, wohingegen gerade mal 270 Dollar in den Bereich Schulen sowie 6 Dollar für erneuerbare Energien investiert werden. (PF)