Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wettermodelle präsentieren überraschenden Septemberstart – Zwei konkrete Tage rücken in den Fokus
- VonDominik Jungschließen
Der September startet überraschend sonnig und warm. Statt Regen und Kälte gibt es Spätsommer pur, mit Temperaturen bis zu 31 Grad. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München - So wechselhaft wie viele den Beginn des Septembers erwartet haben, wird es nun doch nicht. Nach den neuesten Wettermodellen präsentiert sich der Monatsauftakt deutlich stabiler und sonniger. Zwar sind vereinzelt Schauer oder Gewitter möglich, doch insgesamt bleibt es überdurchschnittlich warm und freundlich.
Besonders der Osten Deutschlands profitiert von einem sommerlichen Hochdruckeinfluss, der wiederholt Sonne und trockenes Wetter bringt. Von der Ostseeküste bis hinunter in den Bayerischen Wald dürfen sich Urlauber und Einheimische gleichermaßen auf hervorragendes Spätsommerwetter einstellen. Große Regenmengen sind in der ersten Septemberwoche für die meisten Regionen nicht in Sicht, sodass sich viele auf längere stabile Abschnitte freuen können.
Erstes Septemberwochenende bringt den Sommer zurück
Zum ersten Septemberwochenende (6. und 7. September) deutet sich sogar noch ein besonderes Highlight an: Sehr warme Höhenluftmassen aus Südwesteuropa machen sich auf den Weg nach Deutschland. Diese können die Temperaturen noch einmal kräftig in die Höhe treiben. Werte zwischen 25 und 31 Grad sind dann möglich, was für viele wie ein zweites Sommerhoch mitten im September wirken dürfte.
Während im Westen und Süden stellenweise auch mal ein Schauer durchziehen kann, wird sich das insgesamt freundliche Wetterbild nicht wesentlich ändern. Damit rückt ein spätsommerliches Wochenende in Reichweite, das sich bestens für Unternehmungen im Freien, Ausflüge in die Natur oder entspannte Tage im Freibad eignet. Wer den Sommer noch einmal so richtig auskosten möchte, bekommt dafür die perfekte Gelegenheit.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten




Rückblick auf den August: Wetter war trocken wie selten
Auch wenn es subjektiv für viele anders gewirkt hat, war der August 2025 einer der fünf trockensten seit Beginn verlässlicher Wetteraufzeichnungen vor über 140 Jahren. Trotz zeitweiliger Wechselhaftigkeit und mancher Schauer fällt die Bilanz eindeutig aus: Die Niederschlagsmengen lagen in einem historischen Tief. Damit ist der Monat ein weiteres Beispiel dafür, dass die Wahrnehmung des Wetters oft von einzelnen Ereignissen geprägt ist, während die Fakten eine andere Sprache sprechen.
Diese Kombination aus einem extrem trockenen August und einem sonnigen, warmen Start in den September sorgt dafür, dass der Sommer 2025 noch lange nicht am Ende ist. Vielmehr dürfen sich die Menschen in Deutschland darauf einstellen, dass der Spätsommer noch einmal in voller Stärke zurückkehrt und uns ein sonniges Finale beschert.
In den Alpen zeigt sich das Wetter währenddessen von seiner extremen Seite. Von der südlichen Schweiz bis Norditalien drohen massive Regenmengen und Erdrutsche.
Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com
