Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Wetter-Prognose für den Herbst: Milder Start – dann folgen Bodenfrost und erste Schneeflocken

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Wird der Herbst 2025 ein sanfter Übergang oder ein Wetterkrimi? Prognosen deuten auf Spannungen hin. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Der Herbst beginnt offiziell mit der Tagundnachtgleiche um den 22. September, doch für die praktische Betrachtung setzt man den Start bereits auf den 1. September. Der Grund ist einfach: Gleich lange Dreimonatsabschnitte erlauben einen klaren Vergleich der Jahreszeiten und schaffen eine einheitliche Grundlage für Auswertungen. So wird der Herbst immer von September bis November gerechnet, der Winter von Dezember bis Februar, der Frühling von März bis Mai und der Sommer von Juni bis August.

Der UV-Index erreicht am Sonntag (7. September) besonders im Westen hohe Werte.

Diese Methode verhindert, dass die Jahreszeiten durch das wechselnde astronomische Datum verschoben werden. Sie folgt also keinem mystischen oder astronomischen Rhythmus, sondern einem pragmatischen System, das sich durch Genauigkeit und Übersichtlichkeit auszeichnet. Mit dieser Definition beginnt die neue Saison also streng genommen jedes Jahr exakt gleich – auch wenn sich das Wetter noch nicht sofort herbstlich anfühlt.

Herbst-Wetter in zwei Akten: milder Auftakt, wechselhafter Verlauf

Die ersten Wochen des Herbstes 2025 zeigen ein ungewohnt mildes Gesicht. Angenehme Temperaturen und viel Sonne lassen die Erinnerung an den Sommer noch nicht verblassen. Immer wieder schiebt sich ein „Fake-Herbst“ dazwischen: kühle Tage mit Nebel und ersten bunten Blättern, gefolgt von plötzlichen Rückkehrern der Wärme. Dieser Gegensatz sorgt für Verwirrung und macht die Jahreszeit gerade zu Beginn schwer greifbar.

Doch je weiter der Kalender in Richtung Oktober rückt, desto deutlicher wird der Umschwung. Kühler werdende Tage, kürzere Sonnenstunden und die Zunahme von Regenfronten kündigen den echten Herbst an. Auch erste Bodenfröste sind in manchen Regionen nicht ausgeschlossen. Während der September noch häufig spätsommerliche Momente bringt, zeigt der Oktober, dass die warme Jahreszeit endgültig vorbei ist.

Finale mit Wintervorboten

Im November erreicht die Dynamik ihren Höhepunkt. Die Luftmassen werden deutlich instabiler, und immer häufiger stellen sich windige, nasse und ungemütliche Tage ein. Hier und da mischen sich bereits Schneeflocken in den Regen, besonders in höheren Lagen. Damit weicht die milde Täuschung des frühen Herbstes einer Realität, die nach dicken Jacken verlangt.

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Der Übergang von goldenen Nachmittagen zu grauen, kalten Tagen vollzieht sich spürbar. Wer den Herbst liebt, bekommt 2025 die volle Bandbreite: von spätsommerlicher Leichtigkeit über melancholische Nebelstimmungen bis zu winterlichen Vorboten. Es ist ein Jahr, in dem die Jahreszeit nicht leise Einzug hält, sondern mit Kontrasten und Kapriolen auftrumpft – und genau das macht diesen Herbst zu einem kleinen Wetterdrama.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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