Warten auf den Durchbruch

„Verdammt gutes Fahrzeug“: Abrams-Panzer für Front-Einsatz im Ukraine-Krieg startklar

  • Christoph Gschoßmann
    VonChristoph Gschoßmann
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Die USA haben Wort gehalten: Alle 31 Abrams-Panzer sind nun in der Ukraine. Bis zum Fronteinsatz bei der Gegenoffensive könnte es aber noch dauern.

Kiew – Die USA hat der Ukraine Panzer versprochen - und diese nun auch geliefert. Nach Angaben der Vereinigten Staaten von Amerika sind alle 31 in den USA hergestellten M1A1-Abrams-Panzer, die Kiew von der Biden-Regierung zugesagt wurden, in der Ukraine eingetroffen.

Ein Abrams-Panzer der US-Armee: Mit diesen Panzern werden künftig auch Soldaten in der Ukraine kämpfen.

Dies teilte Oberst Martin O‘Donnell, ein Sprecher der US-Armee in Europa und Afrika, dem Portal Voice of America mit. Auch ukrainische Soldaten, die in Deutschland mit US-Streitkräften mit den Panzern trainiert haben, sind zusammen mit Munition und Panzerersatzteilen in die Ukraine zurückgekehrt. „Wir haben unseren Teil der Abmachung eingehalten“, äußerte O‘Donnell.

Gegenoffensive im Ukraine-Krieg: Abrams-Panzer „keine Wunderwaffe“ an der Front

Laut Militärbeamten könne es einige Zeit dauern, bis die Abrams auf das Schlachtfeld geschickt werden. Schließlich sollen die Panzer größtmögliche Wirkung gegen die russischen Streitkräfte erzielen. Laut O‘Donnell ist der Panzer „ein verdammt gutes gepanzertes Fahrzeug, aber keine Wunderwaffe. Letztlich ist es die Entschlossenheit der Ukraine zum Durchbruch, die am meisten zählt.“ Der ukrainische Geheimdienst-Chef dämpfte zuletzt ebenfalls die Erwartungen. Er warnte vor dem schnellen Verlust der Panzer.

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Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden die ersten der 31 in den USA hergestellten Abrams-Panzer Ende letzten Monats an die Ukraine geliefert. Die Lieferung erfolgte schneller als ursprünglich angenommen. „Abrams ist bereits in der Ukraine und bereitet die Verstärkung unserer Brigaden vor“, schrieb Selenskyj am 25. September auf Telegram.

Ukraine erhält US-Waffen: Auch ATACMS-Raketen geliefert

Selenskyj bestätigte am Dienstagabend (17. Oktober 2023) auch den Erhalt und ersten Einsatz von amerikanischen ATACMS-Raketen. Selenskyj dankte US-Präsident Joe Biden für die Unterstützung und bestätigte, dass die getroffenen Vereinbarungen „sehr genau“ umgesetzt würden. „Die ATACMS haben sich bewährt“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Nach Berichten ukrainischer und amerikanischer Medien wurden die ATACMS am Morgen erstmals bei Angriffen auf zwei von den russischen Besatzern betriebene Flughäfen im Osten der Ukraine eingesetzt.

Rubriklistenbild: © Matthias Merz/dpa