Geld wird knapp

Milei folgt Trump: Argentinien will aus WHO raus – er nennt Corona als einen Grund

  • VonJan-Frederik Wendt
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Argentinien kündigt seinen Austritt aus der WHO an. Damit folgt der argentinischen Präsident Milei einem politisch Verbündeten: Trump.

Buenos Aires – Nach den USA wird sich auch Argentinien aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurückziehen. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Der Grund für den Rückzug seien die „tiefgreifenden Differenzen in Bezug auf das Gesundheitsmanagement, insbesondere während der (Corona-)Pandemie“, sagte Manuel Adorni, Sprecher des rechtsgerichteten argentinischen Präsidenten Javier Milei. Dieser werde es nicht zulassen, „dass eine internationale Organisation in unsere Souveränität eingreift“.

Mit diesem Schritt folgt Milei dem neuen US-Präsidenten Donald Trump, der direkt nach seiner Amtseinführung am 20. Januar ein Dekret über den WHO-Ausstieg der USA unterzeichnete – mit dem Kommentar: „Oh, das ist ein dickes Ding“. Trumps Vorwurf lautet: „Die Weltgesundheitsorganisation hat uns abgezockt.“ Weiter monierte Trump, dass die USA deutlich mehr Geld zur Verfügung stellten als China. Bereits 2020 hatte er formale Schritte eingeleitet, um aus der WHO auszutreten, doch dann verlor er die Wahl und der damals gewählte Demokrat Joe Biden blockierte den Austritt.

Argentien tritt aus WHO aus: Milei-Sprecher nennt mehrere Gründe

Milei-Sprecher Adorni behauptete nun, dass Argentiniens Austritt für das Land keinen Verlust bedeute. Im Gegenteil: Der Entschluss verschaffe eine größere Flexibilität bei der Umsetzung von Maßnahmen, die an die argentinischen Interessen angepasst seien und eine bessere Verfügbarkeit von Ressourcen.

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Der geplante Austritt Argentiniens bedeutet keine enormen finanziellen Verluste für die WHO. Die Beiträge leiten sich aus der Wirtschaftskraft eines Staates her und da die argentinische Wirtschaft sehr schwach ist, verliert die Weltgesundheitsorganisation wohl acht Millionen Dollar.

Nach Argentinien-Austritt: WHO verliert weitere Finanzmittel

Dennoch steht die WHO weiter unter Druck. Der US-Ausstieg kommt der WHO teuer zu stehen. Etwa 260 Millionen Dollar werden der Organisationen im Kampf gegen Krankheiten und den Klimawandel fehlen. Die Vereinigten Staaten stellten fast ein Fünftel aller Mitgliedsbeiträge bereit. Laut eigenen Angaben machen die Mitgliedsbeiträge weniger als 20 Prozent des WHO-Gesamtbudgets aus. Das restliche Geld fließe aus freiwilligen Zahlungen von Mitgliedsstaaten, anderen Organisationen und Projekten.

Argentiniens WHO-Austritt: Präsident Javier Milei gilt als Bewunderer von Donald Trump.

Milei und Trump verstehen sich gut und arbeiteten eng miteinander. Als einer der wenigen ausländischen Staatschefs besuchte Milei die Amtseinführung von Trump. (mit dpa)

Rubriklistenbild: © Ennio Leanza/dpa