US-Wahl 2024

Harris und Obama stützen Aussage über Trump: Lobende Worte für Hitler?

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US-Wahl 2024: Kamala Harris und Barack Obama äußern sich zu den Vorwürfen gegen Donald Trump über dessen Aussagen über Hitler (Montage)
  • Paula Völkner
    VonPaula Völkner
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Zwei Wochen vor der Wahl äußert sich Trumps Ex-Stabschef. Der ehemalige Präsident soll sich „Hitlers Generäle“ gewünscht haben. Harris und Obama stützen den Vorwurf.

Washington, D.C. – Loyale Gefolgsleute wie „Hitlers Generäle“ soll sich der republikanische Kandidat Donald Trump während seiner Zeit im Weißen Haus gewünscht haben. Das gab Trumps ehemaliger Stabschef John Kelly in dieser Woche gegenüber dem Magazin The Atlantic an. Auch soll Trump gegenüber Kelly gesagt haben, Adolf Hitler habe „auch einige gute Dinge getan“. Kelly sei der Überzeugung, dass der ehemalige US-Präsident der „Definition eines Faschisten“ entspreche, erklärte er gegenüber der New York Times.

Zwei Wochen vor der US-Wahl 2024: Harris stützt Vorwürfe gegen Trump – lobende Worte für Hitler?

Dem Vorwurf der Ex-Stabschef pflichtet auch die demokratische Kandidatin, Kamala Harris, bei. In einer Bürgerstunde des US-Senders CNN antwortete die Vizepräsidentin auf die Frage, ob sie Trump für einen Faschisten halte: „Ja, das tue ich. Und ich glaube auch, dass den Menschen vertraut werden sollten, die ihn in dieser Sache am besten kennen.“ Auch den Vorwurf, Trump habe sich „Hitlers Generäle“ gewünscht, stützte die Vizepräsidentin und erklärte: „Er will ein Militär, das ihm treu ergeben ist.“ Neben Harris äußerte sich der ehemalige demokratische Präsident Barack Obama zu den Aussagen des ehemaligen Trump-Mitarbeiters.

Obama kritisiert Trump bei Wahlkampfveranstaltung und fordert: „Nicht buhen; geht wählen!“

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia sagte Obama: „Neulich sagte General John Kelly, Donald Trumps ehemaliger Stabschef, dass Trump ihm gesagt habe, er wolle, dass seine Generäle wie Hitlers Generäle seien.“ Auf die Reaktion des Publikums hin forderte der Ex-Präsident: „Nicht buhen; geht wählen!“

Der Demokrat erklärte weiter, in der Politik sei es „eine gute Faustregel“, nicht zu sagen, man wolle dem Nazi-Führer nacheifern. Wie auch Harris verwies Obama laut Daily Beast darauf, dass die Berichte derer, die unter der Trump-Regierung nah mit dem Republikaner zusammengearbeitet haben, ein Bild dessen ergeben, „wie Donald Trump denkt“. Auch warnte der frühere Präsident vor einer möglichen zweiten Amtszeit des republikanischen Kandidaten: „Anders als beim ersten Mal wird er keine Leute wie John Kelly um sich haben, die ihn aufhalten. Er wird von Menschen umgeben sein, die genauso verrückt sind wie er, und die ihn tun lassen, was er will.“

Harris warnt vor Trump-Sieg bei US-Wahl 2024: „Wird unkontrollierte Macht für sich beanspruchen“

Auch Harris warnte bei der Veranstaltung in Georgia vor einem möglichen Wahlsieg des Republikaners bei der US-Wahl am 5. November. Über Trump sagte die Vizepräsidentin: „Er, der im Falle seiner Wiederwahl unkontrollierte und extreme Macht für sich beanspruchen wird, der geschworen hat, vom ersten Tag an ein Diktator zu sein, der Amerikaner, die nicht mit ihm übereinstimmen – ich zitiere – ‚den Feind im Inneren‘ nennt.“

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Trumps Aussage, er wolle in Erwägung ziehen, das Militär gegen „den Feind im Inneren“ einzusetzen, gab der ehemalige Stabschef als Begründung dafür an, dass er sich nun öffentlich geäußert hat. Bereits mehrfach galt Kelly als Quelle von Enthüllungen über die Amtszeit des Ex-Präsidenten. Kelly diente 2017 bis 2019 als Stabschef im Weißen Haus. Trump weist die Vorwürfe seines ehemaligen Mitarbeiters von sich. Die Berichte nannte der 78-Jährige „eine Lüge“. Seinen Ex-Stabschef bezeichnete Trump als „Abschaum“. (pav)