Wärmeglocke kündigt sich an
Auffällige Position des Jetstreams – Wetter-Experte schlägt Hitze-Alarm
- VonDominik Jungschließen
Das Wetter im Frühling bringt Wärme und Trockenheit im Übermaß. Kommt da etwas auf Deutschland zu, das weitreichende Folgen haben könnte?
Frankfurt – Der April 2025 steuert auf ein ungewöhnlich warmes und trockenes Finale zu – und das ist bereits der dritte Monat in Folge mit deutlich unterdurchschnittlicher Niederschlagsmenge. Auch der Mai dürfte laut aktuellen Prognosen deutlich zu trocken ausfallen. Meteorologen sehen darin erste Alarmsignale für einen außergewöhnlich heißen Sommer.
„Die aktuelle Wetterlage mit einem stabilen Hochdruckeinfluss und ungewöhnlich starkem Wärmevorstoß aus dem Süden erinnert an vergangene Hitzesommer“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Besonders auffällig sei die Position und das Verhalten des Jetstreams: Dieser verlaufe seit Monaten sehr träge und blockiert damit kühlere Luftmassen aus dem Norden – ein typisches Muster, das in den vergangenen Jahren immer wieder Hitzewellen begünstigt hat.
Wetter-Experte mit Prognose: Wärmeglocke kündigt sich an – und bleibt wohl nicht allein
Zum Ende des Aprils und Anfang Mai rechnen Wetter-Modelle mit einer massiven Wärmeblase, die sich über Mitteleuropa legen könnte. Temperaturen bis zu 30 Grad im Frühling sind dann durchaus möglich – ein weiterer Hinweis darauf, dass der Sommer 2025 alles andere als normal werden könnte. Für den Mai spricht ein Wetter-Experte sogar von „erschreckenden Aussichten“.
Der Trend ist klar: Seit Jahren steigen die Temperaturen im Mittel kontinuierlich an. Selbst konservative Klimamodelle wie das amerikanische CFS (Climate Forecast System) prognostizieren für diesen Sommer eine Abweichung von 1 bis 2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel von 1991 bis 2020. Das wäre ein markanter Ausschlag. Auch wenn derzeit noch keine absolute Sicherheit besteht, verdichten sich die Anzeichen für einen überdurchschnittlich heißen und möglicherweise erneut sehr trockenen Sommer – mit potenziell drastischen Auswirkungen für Natur, Landwirtschaft und Städte.
Droht Deutschland ein Hitzesommer? Noch keine Gewissheit – aber Handlungsbedarf wächst
Zwar ist es für eine endgültige Prognose noch zu früh, doch viele Parameter deuten in eine klare Richtung: Die Wahrscheinlichkeit für einen Hitzesommer 2025 nimmt zu. Deutschland wäre damit nach mehreren wechselhaften Jahren statistisch fast schon wieder „fällig“ für einen Ausnahmesommer.
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Gleichzeitig wächst die Verantwortung, vorbereitet zu sein: Trinkwasserversorgung, Waldbrandgefahr, Energieversorgung und Gesundheitsschutz stehen vor Herausforderungen. Auch auf kommunaler Ebene könnten frühzeitige Maßnahmen entscheidend werden. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: informiert bleiben, Vorsorge treffen – und die aktuelle Entwicklung im Auge behalten. Ein heißer Sommer ist zwar nicht garantiert, aber auch längst nicht mehr ausgeschlossen.
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