Geheimdienst-Bericht

Ende des Ukraine-Kriegs: Russland wird wohl eigenen Sieg verkünden – an denkwürdigem Jahrestag

Russlands Präsident Putin
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Der Kreml bereitet sich wohl darauf vor, einen Sieg im Ukraine-Krieg zu verkünden. (Archivbild)
  • Felix Busjaeger
    VonFelix Busjaeger
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Russland wird womöglich zeitnah einen Sieg im Ukraine-Krieg verkünden. Das berichtet ein Ukraine-Geheimdienst. Womöglich ist es am 24. Februar so weit.

Berlin – Der Ukraine-Krieg nähert sich seinem dritten Jahrestag und womöglich bereitet sich die Regierung im Kreml darauf vor, am 24. Februar einen angeblichen Sieg im Krieg gegen die Ukraine und die Nato zu verkünden. Wie es aus Kreisen des Verteidigungsgeheimdienstes der Ukraine heißt, werde Russland die Möglichkeit zudem nutzen, um eine groß angelegte Propaganda-Desinformationskampagne zu starten.

Sieg im Ukraine-Krieg: Russland plant Ankündigung am Jahrestag des Kriegs

Die Lage im Ukraine-Krieg hat durch die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit möglichen Verhandlungen über ein Ende des Kriegs zuletzt wieder deutlich an Dynamik gewonnen. Ausgelöst durch Donald Trumps Äußerungen und der Ankündigung von möglichen Gesprächen zwischen Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA scheint eine Waffenruhe oder gar ein Ende der Kämpfe so nah wie noch nie.

Dennoch gehen aktuell die Kämpfe im Ukraine-Krieg unbeirrt weiter. Allein in den vergangenen 24 Stunden sollen Russlands Streitkräfte 1280 Soldaten, 52 Artilleriesysteme, 18 gepanzerte Kampffahrzeuge und zwölf Panzer verloren haben. Das geht aus Angaben des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook hervor. Unabhängig lassen sich die Informationen nicht prüfen.

Ende des Ukraine-Kriegs: Russland startet wohl Desinformationskampagne

Dass Russland nun womöglich am Jahrestag des Ukraine-Kriegs einen Sieg verkünden will, berichtet nun der Verteidigungsgeheimdienst der Ukraine. „Russland bereitet sich darauf vor, bis zum konkreten Datum – dem 24. Februar 2025, dem dritten Jahrestag des Beginns des umfassenden Krieges – einen angeblichen ‚Sieg‘ im Krieg gegen die Ukraine zu verkünden“, heißt es in einer Erklärung. „Darüber hinaus könnten diese Pläne auch einen ‚russischen Sieg über die Nato‘ beinhalten.“

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Wie der Geheimdienst weiter berichtet, habe der Kreml angewiesen, die Versuche zu intensivieren, unter den Ukrainern Desillusionierung zu säen, die Lage im Land zu destabilisieren und die Ukraine in den Augen der Partner zu diskreditieren. (fbu)

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