„Brutale, unprovozierte Invasion“
Huthi-Kalaschnikows und Marder-Panzer: Ukraine erhält neues Waffenpaket
VonFranziska Schwarzschließen
Die Ukraine erhält offenbar Maschinengewehre und Munition, die von Schiffen aus dem Iran stammen. Zudem will Rheinmetall weitere Marder-Panzer senden.
Washington – Rund 5000 Sturmgewehre und 500.000 Schuss Munition: Die US-Regierung hat der Ukraine Tausende beschlagnahmte Waffen überlassen. Dem Justizministerium zufolge wollte der Iran sie den Huthi-Rebellen im Jemen schicken – ein Verstoß gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrats. Die USA erklärten die Munition folglich zu ihrem Eigentum.
Bei den Gewehren handelt es sich um Sturmgewehre vom Typ AK-47, Scharfschützengewehre und Maschinengewehre. Die Waffen seien vom US-Militär und den Streitkräften von Verbündeten auf vier Schiffen ohne Flagge zwischen 2021 und 2023 im Arabischen Meer sichergestellt worden, teilte das US-Justizministerium am Dienstag (9. April) mit.
Maschinengewehre für Kiew im Ukraine-Krieg – Schritt gegen den Iran
„Mit diesem Waffentransfer stört die Regierung der Vereinigten Staaten die destabilisierenden Bemühungen des Irans und unterstützt den Kampf der Ukraine gegen die brutale, unprovozierte Invasion Russlands“, sagte US-Justizminister Merrick Garland. Die US-Regierung hat der Ukraine bereits zuvor vom Iran beschlagnahmte Munition zukommen lassen.
Militär-Hilfen für die Ukraine gegen Russland: Republikaner blockieren
Die USA gelten als wichtigster Verbündeter der Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Invasion. Aktuell sind weitere Hilfen für Kiew allerdings in der Schwebe. Ein militärisches Hilfspaket der USA mit einem Umfang von 60 Milliarden Dollar hängt seit Monaten im Kongress fest. Der von den Demokraten kontrollierte Senat hat dem Paket bereits zugestimmt, doch im Repräsentantenhaus blockieren Republikaner seit Wochen die dafür benötigte Abstimmung.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




Unterdessen wurde bekannt, dass Rheinmetall 20 weitere Schützenpanzer an die Ukraine liefert. Man habe einen entsprechenden Auftrag der Bundesregierung mit einem Wert im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erhalten, teilte die Firma am Dienstag in Düsseldorf mit. Die Auslieferung der „Marder“ soll bis Jahresende erfolgen – dann wird die Waffenschmiede der Ukraine insgesamt 120 Schützenpanzer bereitgestellt haben. Es handelt sich um alte Panzer, die Rheinmetall modernisiert. (frs mit dpa)
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