Russland unter Druck

Kursk-Vorstoß in Russland durch Eliteeinheit der Ukraine: Russland unter Druck

  • VonLea Winkler
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Im Krieg in der Ukraine machen die ukrainischen Truppen in der Kursk-Region rasche Fortschritte. Eine Brigade aus der Ukraine könnte für Russland zur Herausforderung werden.

Kursk – Die 80. Luftangriffsbrigade gehört zu den ukrainischen Elitetruppen und ist für harte, schnelle Angriffe ausgerüstet. Sie hat sich scheinbar dem ukrainischen Angriff gegen Russland angeschlossen. Ein Video, das am Donnerstagabend auf Telegram kursierte, zeigt die ersten Momente eines schweren ukrainischen Angriffs auf russische Stellungen.

Eine Mischung aus ehemaligen sowjetischen Panzern und Minenräumfahrzeugen, sowie amerikanische Radschützenpanzer, Stryker, sind zusehen. Laut Forbes bestätigt das die Beteiligung einer der am besten ausgerüsteten und am schnellsten vorrückenden Brigaden der Ukraine – die 80. Luftangriffsbrigade. Ihre Teilnahme unterstreicht das Ausmaß der ukrainischen Operation gegen die Armee von Kremlchef Wladimir Putin.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

„Operativer Überraschungseffekt“: Ukrainischer Angriff in Grenzregion Kursk

Seit Russland seinen Krieg gegen die Ukraine ausgeweitet hat, haben proukrainische Kämpfer kleine, kurze Operationen über die Grenze nach Südrussland durchgeführt. Der aktuelle ukrainische Angriff ist riskant. 10.000 ukrainische Soldaten sollen laut Forbes in und um die Invasionszone sein. Artillerie, Drohnen und Luftabwehr spielen eine unterstützende Rolle. Die russische Nordgruppe, die entlang der Grenzzone kämpft, verfügt über rund 48.000 Soldaten.

Artillerie, Drohnen und Luftabwehr spielen eine unterstützende Rolle. (Symbolbild)

Zahlenmäßig ist der ukrainische Angriff unterlegen. Selbst mit der 80. Luftangriffsbrigade. Die Nordgruppe befindet sich Berichten zufolge aktuell in Wowtschansk. Ein kluger Schachzug, die Grenze dort, wo die Nordgruppe am schwächsten ist zu überqueren. „Dem Kommando der ukrainischen Verteidigungskräfte ist ein operativer Überraschungseffekt gelungen“, stellte das ukrainische Zentrum für Verteidigungsstrategien fest. Die Verlegung der russischen Grenztruppe könnte ein entscheidender Faktor für den Ausgang der ukrainischen Operation sein.

Selenskyj äußert sich nach Kursk-Vorstoß erstmals

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Donnerstagabend (8. August) in einer Videobotschaft aus Kiew: „Russland hat den Krieg in unser Land gebracht und muss die Konsequenzen seines Handelns spüren.“ Er betont, dass die Ukraine so schnell wie möglich einen gerechten Frieden anstrebe. Dabei vermied er es bewusst, die jüngsten Kämpfe in Kursk oder den Vorstoß seiner Truppen über die Grenze nach Russland namentlich zu erwähnen. Er hob lediglich hervor, dass die bisherigen Ergebnisse den aktuellen Bedürfnissen des Landes entsprächen. (lw)

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