Russland unter Druck
Kursk-Vorstoß in Russland durch Eliteeinheit der Ukraine: Russland unter Druck
- VonLea Winklerschließen
Im Krieg in der Ukraine machen die ukrainischen Truppen in der Kursk-Region rasche Fortschritte. Eine Brigade aus der Ukraine könnte für Russland zur Herausforderung werden.
Kursk – Die 80. Luftangriffsbrigade gehört zu den ukrainischen Elitetruppen und ist für harte, schnelle Angriffe ausgerüstet. Sie hat sich scheinbar dem ukrainischen Angriff gegen Russland angeschlossen. Ein Video, das am Donnerstagabend auf Telegram kursierte, zeigt die ersten Momente eines schweren ukrainischen Angriffs auf russische Stellungen.
Eine Mischung aus ehemaligen sowjetischen Panzern und Minenräumfahrzeugen, sowie amerikanische Radschützenpanzer, Stryker, sind zusehen. Laut Forbes bestätigt das die Beteiligung einer der am besten ausgerüsteten und am schnellsten vorrückenden Brigaden der Ukraine – die 80. Luftangriffsbrigade. Ihre Teilnahme unterstreicht das Ausmaß der ukrainischen Operation gegen die Armee von Kremlchef Wladimir Putin.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




„Operativer Überraschungseffekt“: Ukrainischer Angriff in Grenzregion Kursk
Seit Russland seinen Krieg gegen die Ukraine ausgeweitet hat, haben proukrainische Kämpfer kleine, kurze Operationen über die Grenze nach Südrussland durchgeführt. Der aktuelle ukrainische Angriff ist riskant. 10.000 ukrainische Soldaten sollen laut Forbes in und um die Invasionszone sein. Artillerie, Drohnen und Luftabwehr spielen eine unterstützende Rolle. Die russische Nordgruppe, die entlang der Grenzzone kämpft, verfügt über rund 48.000 Soldaten.
Zahlenmäßig ist der ukrainische Angriff unterlegen. Selbst mit der 80. Luftangriffsbrigade. Die Nordgruppe befindet sich Berichten zufolge aktuell in Wowtschansk. Ein kluger Schachzug, die Grenze dort, wo die Nordgruppe am schwächsten ist zu überqueren. „Dem Kommando der ukrainischen Verteidigungskräfte ist ein operativer Überraschungseffekt gelungen“, stellte das ukrainische Zentrum für Verteidigungsstrategien fest. Die Verlegung der russischen Grenztruppe könnte ein entscheidender Faktor für den Ausgang der ukrainischen Operation sein.
Selenskyj äußert sich nach Kursk-Vorstoß erstmals
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Donnerstagabend (8. August) in einer Videobotschaft aus Kiew: „Russland hat den Krieg in unser Land gebracht und muss die Konsequenzen seines Handelns spüren.“ Er betont, dass die Ukraine so schnell wie möglich einen gerechten Frieden anstrebe. Dabei vermied er es bewusst, die jüngsten Kämpfe in Kursk oder den Vorstoß seiner Truppen über die Grenze nach Russland namentlich zu erwähnen. Er hob lediglich hervor, dass die bisherigen Ergebnisse den aktuellen Bedürfnissen des Landes entsprächen. (lw)
Rubriklistenbild: © IMAGO/Stanislav Krasilnikov
