Pressesprecherin packt aus

Trump soll Geheimdokumente beim Dinner in Mar-a-Lago verteilt haben

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Donald Trump droht wegen seines Umgangs mit Geheimdokumenten eine Verurteilung. Nun packt seine ehemalige Pressesprecherin aus.

Washington DC - Wann der Prozess gegen Donald Trump startet, ist noch nicht bekannt. Fest steht aber, dass sich der ehemalige Präsident der USA bald schon gegen den Vorwurf verteidigen muss, etliche Geheimdokumente aus dem Weißen Haus entwendet zu haben. Die Papiere sollen unsachgemäß in Trumps Golfresort Mar-a-Lago gelagert gewesen sein. Der Ex-Präsident soll vor Gästen und Vertrauten mehrfach mit dem Besitz der Dokumente geprahlt haben.

Von derartigen Szenen berichtet nun auch Donald Trumps ehemalige Pressesprecherin, Stephanie Grisham. Sie sei dabei gewesen, als der ehemalige Präsident in Mar-a-Lago geheime Dokumente herumgereicht habe. Das sagte die 46 Jahre alte Politikerin, die in Trumps Team sowohl als Pressesprecherin als auch als Kommunikationsdirektorin tätig gewesen war, in einem Interview mit dem US-Sender MSNBC.

Donald Trump in Mar-a-Lago. Dort soll der ehemalige Präsident Geheimdokumente herumgereicht haben.

Donald Trump „bringt Menschen in Gefahr“

„Ich habe gesehen, wie der den Leuten in Mar-a-Lago auf der Terrasse des Speisesaals Dokumente zeigte“, so Grisham über Donald Trump. „Er hat keinen Respekt vor geheimen Informationen. Hatte er nie.“ Die Kommunikationsspezialistin ist sich laut eigenen Worten sicher: „Damit bringt er Menschen in Gefahr.“

Stephanie Grisham war lange Zeit eine enge Vertraute und hochrangige Mitarbeiterin von Donald Trumps Ehefrau, Melania Trump. 2019 wurde sie zur Pressesprecherin des Weißen Hauses. Nur ein Jahr später wurde sie ihres Postens wieder entbunden. Nach dem Sturm aufs Kapitol brach sie endgültig mit den Trumps und übte in ihren anschließend veröffentlichten Memoiren schwere Kritik am Ex-Präsidenten. Nun ist sie eine von zahlreichen ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die öffentlich Kritik an Trump üben.

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Donald Trump beleidigt Joe Biden am Nationalfeiertag

Donald Trump selbst wiederum hat zu den Vorwürfen seiner ehemaligen Pressesprecherin nichts gesagt. Der 77 Jahre alte Multimilliardär verbrachte den 4. Juli, Nationalfeiertag der USA, wohl im Kreise seiner Familie. Um 2 Uhr nachts Ortszeit meldete sich Trump dann via Social Media zu Wort. Auf seiner eigenen Plattform namens „Truth Social“ veröffentlichte Trump das Foto einer Flagge, auf der US-Präsident Joe Biden übel beleidigt wird: „Fuck Biden“ prangte dort in großen weißen Buchstaben. Darüber stand geschrieben: „81 Millionen Stimmen ... und ich habe noch nie einen Pro-Biden Hut, T-Shirt oder eine Flagge in meinem ganzen Leben gesehen“. (dil)

Rubriklistenbild: © CHANDAN KHANNA/AFP