Warnung vor Gewitter

Über 130 Liter Regen? Ostern droht Wetter-Drama – Experte spricht von „Mega-Spülung“

  • VonDominik Jung
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Über Ostern droht womöglich ein Wetterumschwung: Extremregen, Gewitter und Sturzfluten könnten große Teile Deutschlands treffen – besonders im Westen und in der Landesmitte.

Kassel – Das europäische Wettermodell ECMWF lässt derzeit aufhorchen: Bis direkt nach Ostern könnten stellenweise über 130 Liter Regen pro Quadratmeter fallen – eine dramatische Entwicklung, die das diesjährige Osterwochenende für viele buchstäblich ins Wasser fallen lassen könnte. Das prognostiziert Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Unmittelbar vor Ostern drohen teils kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel. Die Luftmassen zeigen sich frühsommerlich.

Besonders betroffen wären laut den Modellrechnungen die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, das Saarland sowie Teile von Thüringen und Nordbayern. Experte Jung schlägt angesichts der Vorhersage Alarm: „Was das ECMWF derzeit zeigt, erinnert an eine regelrechte Mega-Spülung – das hat schon extremes Potenzial.“ Und genau diese Mengen sollen nach aktuellem Stand zwischen Karfreitag und Ostermontag vom Himmel prasseln.

Von Dürre zu Sturzfluten? Die Wetter-Extreme nehmen zu

Was die Lage zusätzlich gefährlich macht: Der März verlief in vielen Regionen außergewöhnlich trocken. Der Boden ist hart, ausgetrocknet – Starkregen könne kaum versickern, so Jung. Die Folge: Wasser laufe oberflächlich ab, was das Risiko für lokale Sturzfluten erheblich erhöhe. Schauer, Gewitter und punktuell auch Starkregen seien laut Modell ebenso möglich – ein gefährlicher Mix, der nicht nur Keller volllaufen lassen, sondern auch den Verkehr lahmlegen könnte. Doch auch, wenn die aktuellen Signale alarmieren – So gibt es dennoch Unsicherheiten in den Berechnungen.

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Solche starken Schwankungen – von anhaltender Trockenheit hin zu potenziell extremen Regenfällen – passen ins Bild der zunehmenden Wetterextreme, die Experten weltweit beobachten. Auch wenn sich die Berechnung des ECMWF-Modells noch ändern kann, ist die Richtung eindeutig: Die Wetterlagen kippen immer schneller, und das in immer extremere Richtungen. In einer anderen Prognose spricht Jung auch von 30 Grad an Ostern.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Silas Stein /Montage

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