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Das ist Markus Söders Bayern-Kabinett: Vier Frauen und ein CSU-Schwabe

Vereidigung des bayerischen Kabinetts
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Seit dem 31. Oktober 2023 regiert das Kabinett Söder III in Bayern – eine Koalition zwischen CSU und Freien Wählern. Markus Söder wurde am 31. Oktober 2023 erneut zum Ministerpräsidenten gewählt. Die Staatsministerinnen und Staatsminister wurden am 8. November 2023 ernannt und vereidigt.
Markus Söder und seine Minister: Seit Herbst 2023 ist das Kabinett „Söder III“ in Amt und Würden.
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Markus Söder und seine Minister: Seit Herbst 2023 ist das Kabinett „Söder III“ in Amt und Würden.
Markus Söder ist Bayerns Ministerpräsident – und ein bekanntes Gesicht in ganz Deutschland.
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Markus Söder ist Bayerns Ministerpräsident – und ein bekanntes Gesicht in ganz Deutschland. Spekulationen über Kanzler-Ambitionen wollten lange nicht abebben. Doch weiter ist „Platz in Bayern“. Zusammen mit seinem Kabinett.
Politischer Aschermittwoch - Bayern CSU
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Auch bei der kommenden Bundestagswahl rechnet sich Söder keinerlei Chancen mehr auf das Kanzleramt aus. „Null. Der Friedrich Merz macht das jetzt acht Jahre“, sagte der bayerische Ministerpräsident im Juni 2025 dem Nachrichtenmagazin Spiegel auf die Frage, wie groß er seine Chancen sehe, doch noch selbst Kanzler zu werden.
Hubert Aiwanger ist als Chef der Freien Wähler gewissermaßen Söders Gegenspieler
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Hubert Aiwanger ist als Chef der Freien Wähler gewissermaßen Söders Gegenspieler in der „Bayern-Koalition“ – und angesichts streitbarer Äußerungen und der „Flugblatt-Affäre“ eine durchaus polarisierende Figur. Wirtschaftsminister und Vize-Ministerpräsident ist Aiwanger schon seit 2018. Im Kabinett Söder III erhielt er neue Kompetenzen in Sachen Jagd und Staatsforsten.
Söders zweite Stellvertreterin ist Ulrike Scharf.
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Söders zweite Stellvertreterin ist Ulrike Scharf. Mit dieser (Bonus-)Postenvergabe an die Sozialministerin überraschte Söder einige Beobachter. Auch, weil er Scharf bei seiner Amtsübernahme von Horst Seehofer 2018 direkt aus ihrem Amt als Umweltministerin geworfen hatte. Die Oberbayerin profilierte sich nach der Ernennung zur Söder-Vize umgehend – mit einer deutlichen Warnung vor Antisemitismus und Gefahren für die Demokratie.
Florian Herrmann ist als Leiter der Bayerischen Staatskanzlei ein wichtiger Zuarbeiter und praktische die „rechte Hand“ Söders.
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Florian Herrmann ist als Leiter der Bayerischen Staatskanzlei ein wichtiger Zuarbeiter und praktisch die „rechte Hand“ Söders. Die Zusammenarbeit scheint zu klappen: Herrmann hat den Posten schon seit 2018 inne. Wie Scharf hat Herrmann seine politische Heimat nordöstlich von München, im Bezirk Oberbayern.
Seit 2013 sitzt Eric Beißwenger im Landtag.
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Seit 2013 sitzt Eric Beißwenger im Landtag. Seine Ernennung war die vielleicht größte Überraschung Söders auf CSU-Seiten. Mit Umwelt und Tourismus hatte sich der Biobauer Beißwenger in seinen ersten zwei Legislaturen beschäftigt. Nun kümmert er sich um Europa, wobei Beißwenger zufolge auch dort Umwelt und Landwirtschaft wichtig sind. Wohnhaft im Allgäu, vertritt Beißweniger die Schwaben-CSU – und stammt dabei eigentlich aus Mannheim.
Ein weiterer altgedienter Kempe in Bayerns Kabinetten ist Joachim Herrmann.
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Ein weiterer altgedienter Kempe in Bayerns Kabinetten ist Joachim Herrmann. Schon seit 2007 – unter Günther Beckstein – ist der Mittelfranke Innenminister. Herrmann gilt als gewichtige Stimme in der CSU; Landtagsfraktionschef war er schon; und bereits 1998 als Staatssekretär erstmals Mitglied der Staatsregierung, 2008 galt er als Kandidat für das Amt als Bayerns Regierungschef. Den Posten als Vize-Ministerpräsident verlor er 2023 aber an Ulrike Scharf.
Ein eher neues Gesicht in Bayerns Kabinett ist Christian Bernreiter
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Ein eher neues Gesicht in Bayerns Kabinett ist Christian Bernreiter – lange Jahre war er als Landrat tätig. Anfang 2022 berief Söder den Niederbayern bei einer Kabinettsumbildung zum Minister für Verkehr und Bau. Seither hat er weiteren Einfluss in der CSU gewonnen: Seit 2023 führt Bernreiter den Bezirksverband Niederbayern. Er folgte auf Andreas Scheuer.
  • Florian Naumann
    VonFlorian Naumann
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Das dritte Kabinett von Markus Söder in Bayern ist im Amt. Mit Koalitionspartner Hubert Aiwanger gab es zuvor ein paar Fragen zu klären.

München – Das Kabinett ist das Herzstück jeder demokratischen Regierung – und die Ministerien sind immer hart umkämpft. In Bayern gilt das in besonderem Maße: Denn die Dauerregierungspartei CSU (seit 1957 ununterbrochen an der Macht) pflegt den Regionalproporz gewissenhaft. Jeder der sieben Bezirksverbände soll zum Zuge kommen.

Dann hat Markus Söder auch noch mit neuen Vorgaben zu kämpfen: Denn seit 2018 ist die CSU auf einen Koalitionspartner angewiesen. Ein eher unchristsoziales Gefühl: Seit 1966 musste nur das Kabinett Seehofer I Vertreter eines Bündnispartners unterbringen, damals war es die FDP.

Kabinett Söder III in Bayern: Aiwanger forderte mehr

Mittlerweile stützen die Freien Wähler (FW) um Parteichef Hubert Aiwanger die CSU. Und der Niederbayer Aiwanger stellte nach den Zuwächsen bei der Bayern-Wahl 2023 neue Forderungen. Zugleich will Söder eigentlich mehr Frauen und mehr Junge in sein Kabinett bringen – durchaus ein Drahtseilakt.

Am 8. November 2023 präsentierte Söder seine Ministerriege der Öffentlichkeit. Das Ergebnis: Ein FW-Minister mehr, ein paar zusätzliche Kompetenzen für Aiwanger. Beides sorgte für gewisse Sticheleien: Fabian Mehring erbte für die Freien Wähler „nur“ das
Digitalministerium, Aiwanger bekam noch am Tage der Kabinettsvorstellung ein paar Seitenhiebe Söders für seine Präferenzen in Sachen Jagd anhören.

Markus Söders Kabinett: Huml geht, Stolz kommt – und Beißwenger rettet den Regionalproporz

Ihren Hut nehmen musste die langjährige CSU-Ministerin Melanie Huml. Die Zahl der Frauen in Söders Kabinett blieb dennoch konstant, wenn auch nur bei vier von vierzehn. Neu dabei war Kultusministerin Anna Stolz; sie ersetzte den durchaus prominenten Vorgänger Michael Piazolo (beide FW).

Und der Regionalproporz? Den sicherte Söder mit einem weiteren Neuling aus der eigenen Partei: Der Schwabe Eric Beißwenger rückte für Huml als Staatsminister für Europaangelegenheiten nach – Beißwenger ist damit gewissermaßen Söders „Außenminister“. CSU-Schwaben hatte bis dahin Klaus Holetschek im Kabinett repräsentiert; er wechselte als Fraktionschef im Landtag an einen anderen Schalthebel der CSU-Hausmacht. (fn)

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