Vor der US-Wahl
Ex-Präsident nur eine Marionette? Trumps Nichte warnt vor „Teufelspakt“ mit Elon Musk
VonJekaterina Jaluninaschließen
Die Nichte von Donald Trump glaubt, dass Elon Musk ihren Onkel unterstützt, um Einfluss auf zukünftige Regierungsentscheidungen zu nehmen.
Washington – Die Nichte des ehemaligen Präsidenten Donald Trump, Mary L. Trump, veröffentlichte am Samstag auf ihrem Blog einen Beitrag mit dem Titel „Donald‘s New Owner“ (dt. Donalds neuer Besitzer), in dem sie ihren Onkel kritisiert. Sie äußerte ihre Besorgnis über den zunehmenden Einfluss des Tech-Milliardärs Elon Musk auf die Bemühungen ihres Onkels in das Weiße Haus zurückzukehren.
Trumps Nichte vor US-Wahl besorgt: Ex-Präsident sei schon „immer käuflich“ gewesen
Bereits im Juli gab die Psychologin bekannt, dass sie beim US-Wahlkampf anstatt ihren Onkel die Demokratin Kamala Harris unterstützen wird. In ihrem Blogeintrag schreibt Mary L. Trump, ihr Onkel sei schon immer für finanzielle Einflussnahme anfällig gewesen und „immer käuflich“ gewesen. Sie fügt hinzu: „Früher war es schockierend, wie viele Leute bereit waren, ihn zu stützen, in der Hoffnung, von seinen zunehmend zwielichtigen Unternehmungen zu profitieren.“ Sie verwies auf einen Bericht der New York Times, der einen regelmäßigen Kontakt zwischen Musk und dem ehemaligen Präsidenten sowie erhebliche finanzielle Zuwendungen an Trumps Wahlkampf enthüllt.
Trumps Nichte warnt vor Allianz zwischen ihrem Onkel und Musk nach der US-Wahl 2024
Laut Mary Trump hat Elon Musk bereits mindestens 140 Millionen Dollar in America PAC – ein politisches Aktionskomitee, das Trumps Wahlkampf unterstützt – investiert. Sie behauptet, dieser Betrag könne sich auf 500 Millionen Dollar erhöhen, basierend auf Aussagen ihres Onkels.
Sie bezeichnet Musk als „reichsten Faschisten der Welt“ und als „südafrikanische Springbohne“. Sie behauptet, Musks Interesse an der Unterstützung ihres Onkels basiert auf dem Wunsch, Einfluss auf mögliche zukünftige politische Strategien zu gewinnen. „Als Gegenleistung für Donalds Bereitschaft, Musk die Schlüssel zur Regierung zu überlassen, stellt Musk dem republikanischen Kandidaten ein beträchtliches Vermögen sowie den Einfluss von Twitter zur Verfügung “, schrieb die 59-Jährige.
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In ihrem Blogbeitrag bezeichnet sie diese Geschäftsvereinbarung zudem als „Teufelspakt“. Am Ende Ihres Beitrags warnt Mary L. Trump vor den möglichen Folgen einer Allianz zwischen Trump und Musk. „Für sich genommen sind Donald und Musk schon gefährlich genug. Gemeinsam sind sie in einer noch stärkeren Position, die amerikanische Demokratie zu beenden und dieses Land auf die Seite der destruktivsten ausländischen Akteure der Welt zu stellen“, schreibt sie.
Multi-Milliardär Musk unterstützt Donald Trump im US-Wahlkampf
Laut dem Bericht der New York Times spricht Elon Musk mittlerweile mehrmals pro Woche mit dem republikanischen Kandidaten. Nach seinem gemeinsamen Wahlkampfauftritt mit Donald Trump hat Musk seine Unterstützung für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten wiederholt bekräftigt.
In einem übertragenen Interview mit dem US-Journalisten Tucker Carlson sagte Musk: „Ich bin voll dabei, Baby.“ In dem Gespräch wiederholte der Tesla- und SpaceX-Gründer auch rechte Verschwörungstheorien, wonach die demokratische Partei mithilfe von Einwanderern das politische System der USA ändern wolle.
Musk wird im Wahlkampf immer mehr zu einem Stellvertreter Trumps und plant Berichten zufolge in den kommenden Wochen eine Reihe von Veranstaltungen in besonders umkämpften Bundesstaaten. Mit seinen 201 Millionen Followern auf X, hat Musk für die Kandidatur von Donald Trump geworben. Gleichzeitig nutzte er die Plattform, um Verschwörungstheorien über die Demokratische Partei zu verbreiten und Vizepräsidentin Kamala Harris zu beleidigen. (jal)
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