Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Nächste Hitzewelle: Es droht Supersommer 2025 – mit gesundheitlichen Wetter-Folgen für Millionen?

  • VonDominik Jung
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Ab dem 10. Juli droht laut Wettermodell GFS eine massive Hitzewelle – mit Temperaturen über 40 Grad an mehreren Tagen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Frankfurt – Das US-amerikanische Wettermodell GFS sorgt seit Tagen für Aufsehen. Immer wieder zeigt es neue Berechnungen, die auf eine massive Hitzewelle ab dem 10. Juli hindeuten. Besonders auffällig: Die Prognosen sind nicht nur konstant heiß, sondern teilweise regelrecht extrem. In den Modellläufen vom Dienstagabend wurden Höchstwerte zwischen 39 und 43 Grad simuliert – und das flächendeckend von Frankreich bis Deutschland, teilweise über mehrere Tage hinweg.

Wettermodell zeigt nächste Hitzewelle für Deutschland in historischem Ausmaß

Eine solche Wetterlage wäre historisch – nicht nur wegen der Temperaturspitzen, sondern auch aufgrund der Dauer. Sollte sich dieses Szenario bewahrheiten, wäre das eine der schwersten Hitzewellen, die Mitteleuropa je erlebt hat.

Entspannung nur vorübergehend – Hitzewelle bleibt ein Thema

Zwar zeigten die Mittwochmorgen-Berechnungen des GFS eine leichte Entschärfung, doch das Thema Hitzewelle bleibt bestehen. Auch in den neuen Läufen wird weiterhin eine Phase mit über 30 Grad zwischen dem 10. und 15. Juli berechnet. Die Unsicherheiten sind noch groß – wie immer bei langfristigen Modellläufen – doch die Hartnäckigkeit, mit der dieses Szenario seit Tagen in den Karten auftaucht, macht Meteorologen stutzig.

Auch andere Wettermodelle wie das europäische ECMWF beginnen ähnliche Tendenzen zu zeigen, wenn auch bisher etwas moderater. Die nächsten Tage werden entscheiden, ob sich das heiße Muster in der Atmosphäre verfestigt oder wieder abgeschwächt wird.

Neue Hitze aus Südwesteuropa? GFS rechnet schon bald wieder mit sehr heißen Tagen.

Supersommer 2025 – heiß, gefährlich, historisch?

Eines zeichnet sich schon jetzt ab: Der Sommer 2025 zeigt bisher eine auffällige Neigung zu Hitzespitzen. Bereits im Juni gab es erste hochsommerliche Phasen – nun scheint sich dieses Muster im Juli fortzusetzen oder sogar zu verstärken. Besonders problematisch: Extreme Hitze belastet den Kreislauf und kann lebensgefährlich werden – vor allem für ältere Menschen, chronisch Kranke und Kleinkinder.

Gesundheitsexperten warnen bereits vor den Folgen andauernder Hitzebelastung, auch weil viele Gebäude in Deutschland nicht für solche Temperaturen ausgelegt sind. Wenn sich die Prognosen bewahrheiten, könnten Städte erneut zu Hitzeinseln werden – mit drastischen Auswirkungen auf Gesundheit, Infrastruktur und Energieversorgung. Es wird ein Sommer, der nicht nur schwitzt, sondern Sorgen macht.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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