Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Große Wetter-Wende: Modelle zeigen August-Umschwung – mehrere Tage im Fokus
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Eine Wetterwende ist in Sicht. Anfang August könnte der Sommer zurückkommen – mit Wärme statt Dauerregen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Das aktuelle Wetter präsentiert sich weiterhin von seiner grauen und unangenehmen Seite. Tiefdruckgebiete sorgen flächendeckend für Regen, teils ergiebig, und für kühle Temperaturen. Die Aussichten bis Anfang August sind wenig erfreulich: Immer wieder ziehen Schauer und Gewitter durchs Land.
Besonders problematisch wird es dort, wo es ohnehin schon zu viel geregnet hat – hier steigt das Risiko für Überflutungen weiter an. Hinzu kommt, dass der Wind in den kommenden Tagen deutlich zulegen kann. In höheren Lagen sowie an den Küsten sind auch Sturmböen nicht ausgeschlossen. Ein kurzer Lichtblick am Wochenende bleibt ein solcher: kurz. Danach geht es mit dem Dauerregen weiter. Doch genau in dieser trostlosen Wetterphase keimt vorsichtiger Optimismus auf.
Wetter-Wende kündigt sich an – Sommer kehrt zurück nach Deutschland
Nach derzeitigem Stand der Wettermodelle deutet sich ein fester Zeitrahmen für eine Umstellung der Großwetterlage an. Zwischen dem 5. und 8. August könnte sich endlich etwas Entscheidendes tun: Hochdruckeinfluss soll sich vom Westen her durchsetzen und die schleppende Tiefdruckdominanz beenden.
Sollte sich dieses Szenario durchsetzen, wäre das die lang ersehnte Wetterwende. Die Temperaturen könnten dann sprunghaft ansteigen – Werte zwischen 25 und knapp 30 Grad sind laut mehreren Modellen wieder im Bereich des Möglichen. Das wäre der Start in eine deutlich sommerlichere Phase. Noch handelt es sich um einen Trend, aber einen, der sich zunehmend stabilisiert.
Vom Starkregen zur Sommerwärme – Sommer-Wetter könnte zurückkehren
Nach Wochen voller Regen, Wind und teils schon herbstlichem Wetter wirkt diese Aussicht fast zu schön, um wahr zu sein. Doch meteorologisch ist sie gut begründet. Die Großwetterlage zeigt erste Anzeichen dafür, dass sich die Tiefdruckautobahn nach Norden verlagert – und damit Platz für stabilere, trockenere und wärmere Luftmassen schafft.
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Natürlich bleibt Unsicherheit, besonders bei der genauen Ausprägung der Wärme und der Dauer der sonnigen Phase. Aber die Richtung stimmt. Bis dahin heißt es: durchhalten. Diese Woche wird nochmal sehr ungemütlich – mit teils kräftigem Regen, viel Wind und regional auch unwetterartigen Entwicklungen. Doch danach rückt die ersehnte Wetterwende näher.
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