Krieg in Israel
Eskalation befürchtet: USA verlegen weitere Truppen nach Nahost
VonMomir Takacschließen
Zweiter Flugzeugträger, mehr als 100 Kampfflugzeuge. Die USA verstärken ihre militärische Präsenz aus Furcht vor einer Eskalation im Nahen Osten.
Tel Aviv/Gaza – Gut eine Woche nach dem brutalen Überfall auf Israel durch Terroristen der Hamas ist die Furcht vor einer Ausweitung des Kriegs in Israel hoch. Die USA verlegen aus Sorge vor einer Eskalation weitere Kampftruppen in den Nahen Osten. Der Iran warnte Israel vor einer Bodenoffensive im Gazastreifen. Im Grenzgebiet zum Libanon, wo die Hisbollah-Miliz operiert, häufen sich Zwischenfälle.
Nachdem bereits der größte Flugzeugträger der Welt, die USS Gerald R. Ford, das östliche Mittelmeer erreicht hatte, ordnete US-Verteidigungsminister Lloyd Austin die Entsendung einer zweiten Flugzeugträger-Kampfgruppe in die Region an. Innerhalb einer Woche verdoppelten die USA so die Feuerkraft im Nahen Osten.
Krieg in Israel: USA verstärken nach Iran-Drohung Feuerkraft
Die Verlegung eines zweiten Flugzeugträgers diene dazu, „feindliche Aktionen gegen Israel oder jegliche Bemühungen zur Ausweitung dieses Krieges abzuschrecken“, sagte Austin der New York Times. Die USS Dwight D. Eisenhower soll in den nächsten Tagen eintreffen. Konkreter wurden Beamte des Pentagons. Der Einsatz zusätzlicher Streitkräfte solle vorerst Iran, Syrien oder die vom Iran unterstützte Hisbollah davon abhalten, sich dem Israel-Krieg anzuschließen.
Der Iran wird als Strippenzieher hinter den Terrorattacken der Hamas vermutet. Die Islamische Republik, die Israel am liebsten von der Weltkarte löschen will, droht inzwischen auch offen mit Krieg. Am Samstag soll der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian dem UN-Gesandten für den Nahen Osten Tor Wennesland eine brisante Nachricht übermittelt haben: Sollte Israel eine Bodenoffensive im Gazastreifen starten, müsse der Iran reagieren. Über das diplomatische Treffen berichtete das Portal Axios.
Krieg in Israel: Mehr als 100 Kampfjets im Nahen Osten einsatzbereit
Noch steht die Bodenoffensive aus. Der Einmarsch soll sich deshalb verzögern, um noch mehr Zivilisten die Möglichkeit zu geben, vom Norden Gazas in den Süden fliehen zu können.
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Dass die USA ein Hereinziehen in den Israel-Krieg befürchten, zeigt die enorme Aufstockung von Waffensystemen im Nahen Osten. Wie die New York Times weiter schreibt, schickte die Luftwaffe neben den beiden Flugzeugträgern weitere landgestützte Angriffsflugzeuge an den Persischen Golf. Demnach sollen F-16-, A-10- und F-15E-Staffeln am Boden verdoppelt worden sein, sodass mehr als 100 Kampfjets zur Verfügung stehen. (mt)
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