Bis zu 120 Liter

„Land unter“ an Pfingsten: Wetterexperte kündigt schwere Unwetter und Starkregen an

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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Die Wetterprognose für das anstehende Pfingstwochenende sieht düster aus. Ein Wetter-Experte kündigt heftige Unwetter und Starkregen an – besonders in Baden-Württemberg.

Die letzten Tage haben Deutschland und Baden-Württemberg schon mal einen Vorgeschmack auf den Sommer gegeben. Temperaturen über 25 Grad und viele Sonnenstunden sorgten vor allem an Muttertag und Vatertag für gute Laune und perfektes Ausflugswetter. Doch damit ist bald Schluss. Schon ab Mittwoch ziehen dunkle Wolken auf: Blitz, Donner und Starkregen drohen – der nächste Feiertag droht also buchstäblich ins Wasser zu fallen.

Pfingsten 2024

In diesem Jahr fällt der Pfingstsonntag auf den 19. Mai und der Pfingstmontag auf den 20. Mai. In vielen Bundesländern, unter anderem Bayern und Baden-Württemberg, beginnen dann auch die Ferien.

Wetter-Experten gibt düstere Pfingst-Prognose: Bis zu 120 Liter Regen in Franken möglich

Bereits zum Start in die neue Woche hatte es im Landkreis Heilbronn ordentlich gekracht. Die Gemeinde Gemmingen wurde von Starkregen geflutet – unzählige Keller liefen voll, Straßen wurden überschwemmt. Doch damit nicht genug. „Der Mai hat noch viel vor in Sachen Niederschlägen“, kündigte Diplom-Meteorologe Dominik Jung bereits an. Bis zum Monatsende könnten mancherorts noch bis zu 300 Liter Regen fallen. Besonders betroffen: der Südwesten der Bundesrepublik. In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland könnte es in den nächsten Tagen also noch mal dicke kommen. Und das ausgerechnet rund ums Pfingstfest.

Starke Überschwemmungen in Gemmingen – Bilder zeigen Ausmaß

Unwetterfront trifft Landkreis Heilbronn – Bilder zeigen Ausmaß
Unwetterfront trifft Landkreis Heilbronn – Bilder zeigen Ausmaß
Unwetterfront trifft Landkreis Heilbronn – Bilder zeigen Ausmaß
Unwetterfront trifft Landkreis Heilbronn – Bilder zeigen Ausmaß
Starke Überschwemmungen in Gemmingen – Bilder zeigen Ausmaß

Während es im Norden und Osten von Deutschland dann überwiegend trocken und sonnig bleiben soll, droht im Südwesten „Land unter“, wie Jung erklärt. Für die Region Franken beispielsweise berechnet das deutsche Wettermodell über das anstehende lange Wochenende bis zu 120 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Auch der Schwarzwald bleibt von diesen Regenfluten nicht verschont: Hier können bis zum Dienstag, dem 21. Mai, bis zu 100 Liter pro Quadratmeter herunterkommen.

Unwetter ab Mittwoch: Pfingstwochenende droht ins Wasser zu fallen

Bereits ab Mittwoch schiebt sich die Unwetterfront vom Südwesten her über Deutschland. In der Landesmitte entsteht dann allerdings eine Art „Wettergrenze“ erklärt Jung. Besonders im Südwesten ziehen kräftige Gewitter auf – heftiger Starkregen droht. „Und der Starkregen ist das Problem. Die Gewitter kommen kaum von Ort und Stelle voran. Dann kann es eng begrenzt auch noch mal deutlich mehr Regen geben – Stichwort Sturzflutgefahr“, warnt der Diplom-Meteorologe. Zudem sacken die Temperaturen auf etwa 16 Grad im Schwarzwald ab. Bis zum Pfingstmontag wird sich das unbeständige Wetter in Südwestdeutschland festsetzen.

  • Freitag: viel Regen im Südwesten, Temperaturen bei circa 17 Grad Celsius
  • Samstag: heftige Gewitter und Starkregen im Südwesten – Sturzflutgefahr, lokal auch Überflutungen möglich
  • Pfingstsonntag: Unwetterfront schiebt sich über ganz Deutschland, maximal 16 bis 20 Grad erwartet
  • Pfingstmontag: immer wieder Schauer und Gewitter im Südwesten, Sturmböen und kleinkörniger Hagel möglich

Wegen Starkregen und Gewittern: Experte rechnet mit Sturzfluten und Überschwemmungen zu Pfingsten

Durch die immensen Regenmengen muss vielerorts erneut mit Sturzflutgefahr, sowie lokal begrenzten Überschwemmungen rechnen. Auch temperaturtechnisch liegt Pfingsten wohl eher im „Tal der Tränen“, wie Jung die aktuelle Entwicklung nennt. Gerade mal 15 bis 20 Grad werden allerhöchstens erwartet.

Unglücklicherweise ist auch für die anstehende Ferienwoche zunächst keine Besserung in Sicht. Erst Richtung Monatsende soll es der aktuellen Prognose zufolge wieder etwas auflockern.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Collage echo24.de