Ukrainischer Angriff auf Sewastopol
Putins Admiral steht wieder – neues Video soll tot erklärten Flottenführer zeigen
VonStefan Schmidschließen
Von ukrainischen Spezialkräften wurde er für tot erklärt. Nun setzt Russland alles daran, das Ableben ihres Admirals der Schwarzmeerflotte zu widerlegen.
Sewastopol/Moskau – Ein großangelegter ukrainischer Angriff auf das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol soll zahlreichen hochrangigen Marine-Offizieren das Leben gekostet haben. Darunter soll sich auch Viktor Sokolow, Admiral der Flotte, befunden haben. Diese Darstellung des ukrainischen Pressedienstes versucht Russland nun schon mit zwei Videos zu entkräften.
Erfolgreicher Schlag ukrainischer Spezialkräfte gegen russische Flotte
Am Montag, 25. September, vermeldete der Pressedienst der ukrainischen Spezialkräfte, dass man am vergangenen Freitag erfolgreich einen Angriff auf das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte durchgeführt hätte. Beim Raketenbeschuss auf das Quartier in Sewastopol „starben 34 Offiziere, darunter der Kommandant der russischen Schwarzmeerflotte. Weitere 105 Besatzer wurden verwundet“, so die Mitteilung über einen Telegram-Channel.
Sollten die Informationen der Wahrheit entsprechen, wäre dies ein empfindlicher Schlag gegen die russische Flotte im Ukraine-Krieg. Nicht nur, dass ein großer Teil der Kommandostruktur mit einem Schlag getötet wurde, mit Viktor Sokolow wäre auch der gesamten Flotte der Kopf genommen. Nach Informationen des britischen Geheimdienstes seien die Seestreitkräfte zwar weiterhin einsatzbereit, würden nach anderen Aussagen jedoch wie ein Huhn ohne Kopf agieren.
Russland versucht Tod von Admiral Sokolow wiederholt zu widerlegen
Dem russischen Verteidigungsminister blieb nach dem großen Angriff wohl nicht anderes übrig, als diesen zu bestätigen, sprach in einer Erklärung jedoch nur von einem vermissten Soldaten. Zur Personalie Sokolow wollte man sich gar nicht äußern. Dafür wurde von russischer Seite nun schon das zweite Video veröffentlicht, welches dessen Gesundheit beweisen sollte. Das am Mittwochmorgen, 27. September, im Staatsfernsehen ausgestrahlte Interview zeigt Sokolow, wie er über die erfolgreiche Arbeit der Schwarzmeerflotte berichtet.
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Schon einen Tag zuvor streute das russische Verteidigungsministerium Aufnahmen, die Sokolow zeigen. Zu einer Videokonferenz zugeschaltet, berät er sich allem Anschein nach mit Verteidigungsminister Sergei Schoigu und anderen Militärs. Eines ist den beiden Veröffentlichung gleich. Weder visueller Inhalt noch gesprochenes lässt einen Rückschluss auf das Aufnahmedatum zu und so könnten die Aufzeichnungen bereits vor dem Angriff auf Sewastopol stattgefunden haben. (sch)
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