„Furchtbares Ereignis“
Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt: Video zeigt Vielzahl an Rettungskräften vor Ort
VonChristoph Elzerschließen
Auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt wurde offenbar mit einem Auto ein Anschlag verübt. Ein Video zeigt die Bilder vor Ort.
Magdeburg – Auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg ist ein Autofahrer in eine Menschengruppe gefahren. Die Behörden sprechen von einem gezielten Anschlag und vermelden zahlreiche Opfer. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sprach von zwei Toten, darunter ein Kleinkind, und mehr als 60 Verletzten, davon mehrere Schwerverletzte. Andere Quellen sprechen von noch weiteren Todesopfern.
Der mutmaßliche Täter konnte von den Einsatzkräften vor Ort festgenommen werden. Er ist den deutschen Behörden nach Informationen aus Sicherheitskreisen bislang nicht als Islamist bekannt gewesen. Der Mann soll nach ersten Erkenntnissen etwa 50 Jahre alt sein und aus Saudi-Arabien stammen.
Das Video oben zeigt die Rettungskräfte vor Ort.
Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg: Bilder vom Großeinsatz




Ministerpräsident Haseloff reagierte mit Entsetzen auf das Geschehen. „Das ist ein furchtbares Ereignis, gerade jetzt in den Tagen vor Weihnachten“, sagte Haseloff der Deutschen Presse-Agentur. Er wolle sich jetzt selbst ein Bild von der Lage vor Ort machen und sei im Auto auf dem Weg nach Magdeburg.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser hatte zuletzt wiederholt zu Wachsamkeit bei Weihnachtsmarktbesuchen aufgerufen. Konkrete Gefährdungshinweise gebe es zwar aktuell nicht, sagte die SPD-Politikerin Ende November. „Aber wir haben angesichts der abstrakt hohen Bedrohungslage weiter Grund zu großer Wachsamkeit und konsequentem Handeln für unsere Sicherheit.“
Fast auf den Tag genau vor acht Jahren, am 19. Dezember 2016, war in Berlin ein islamistischer Terrorist mit einem entführten Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gerast. Dabei wurden zwölf Menschen getötet, das 13. Opfer starb 2021 an den Folgen. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt. Der Attentäter floh nach Italien, wo er von der Polizei erschossen wurde.
Rubriklistenbild: © Heiko Rebsch/dpa
