Neue Fronten in der Ostukraine
Russland gelingt trotz Kursk-Offensive im Ukraine-Krieg Vorstoß in Donezk
VonFranziska Schwarzschließen
Russland vermindert seine Sommeroffensive in der Ostukraine nicht. Angeblich gibt es nun heftige Gefechte bei Torezk.
Moskau – Ob die Ukraine ihre Positionen im russischen Kursk festigen kann, ist unter Beobachtern umstritten. Klar ist aber auch: das Land muss sich weiterhin an der Front in der Ostukraine verteidigen. Die Truppen von Wladimir Putin haben im Ukraine-Krieg dort nach wochenlangen Kämpfen angeblich den kleinen Ort Nju-Jork erobert.
Von ukrainischer Seite gab es dazu nur indirekte Eingeständnisse: Der Generalstab in Kiew beschrieb die Lage in seinem Bericht für Nju-Jork bei der Stadt Torezk als nicht mehr als „umkämpft“. Zuletzt war am Mittwochmorgen (21. August) von russischen Angriffen auf den Ort in der Region Donezk die Rede gewesen. Auch einige ukrainische Militärblogger schlugen den Ort der russischen Seite zu.
Neue heftige Gefechte in der Ostukraine: Front bei Torezk deutet sich im Krieg an
Die Stadt Torezk, seit langem Ziel heftiger russischer Angriffe, gerät damit in noch größere Gefahr. Der ukrainische Generalstab berichtete, dass um die Orte Piwnitschne, Salisne sowie um Torezk selber weiter gekämpft werde. Noch heftiger waren demnach russische Angriffe im Frontabschnitt Pokrowsk ein Stück südlicher. Die Stadt ist ein wichtiger logistischer Knotenpunkt und gehört seit Kriegsbeginn zu den am heftigsten umkämpften Gebieten.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland




Putin-Minister gratuliert im Ukraine-Krieg russischen Truppen
In Moskau hat Verteidigungsminister Andrej Beloussow seinen Truppen bereits am Mittwochnachmittag zur Eroberung von Nju-Jork gratuliert. Außerdem hätten russische Soldaten die Ortschaft Schelanne „befreit“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau in seinem täglichen Bericht mit. Das Dorf liegt nordöstlich der Stadt Donezk, die von Russland kontrolliert wird.
Putin-Gouverneur: Russland blockt im Ukraine-Krieg „Saboteure“ in Brjansk
Unterdessen hat Russland nach eigenen Angaben das Eindringen ukrainischer „Saboteure“ in die an Kursk grenzende russische Grenzregion Brjansk vereitelt. „Der Feind wurde durch Schüsse getroffen“, erklärte der Gouverneur von Brjansk, Alexander Bogomaz, am Mittwoch auf Telegram. Die Lage sei mittlerweile „unter Kontrolle“.
Brjansk grenzt an die russische Region Kursk. Dort war die ukrainische Armee vor anderthalb Wochen eingedrungen und vorgerückt. Nach Angaben aus Kiew kontrolliert sie in Kursk mittlerweile mehr als 1000 Quadratkilometer und Dutzende Ortschaften. (frs mit AFP)
