US-Strafzölle
Scholz und Kallas reagieren auf Trumps Zolldrohungen
- VonFarhad Salmanianschließen
Bundeskanzler Scholz und EU-Außenbeauftragte Kallas rufen zur Besonnenheit auf, als Trump Strafzölle auf EU-Importe androht. Sie erwägen Gespräche.
Brüssel – Angesichts der von Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle auf EU-Importe rufen Bundeskanzler Olaf Scholz und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zu Besonnenheit auf. Scholz betonte, dass Europa als starker Wirtschaftsraum auf Handelsbarrieren reagieren könne.
Scholz hatte bereits auf die von der US-Regierung verhängten Strafzölle gegen Mexiko, Kanada und China reagiert und deutliche Worte gefunden. Er betonte, dass die Europäische Union als starker Wirtschaftsraum in der Lage sei, „auf Zollpolitiken mit Zollpolitiken zu reagieren“. „Das müssen und werden wir dann auch tun“, unterstrich Scholz.
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Scholz: EU kann auf Trumps Strafzölle mit Gegenzöllen reagieren
Trump hatte umfangreiche Zölle auf Importe aus den genannten Ländern verhängt und angedeutet, dass ähnliche Maßnahmen gegenüber der EU folgen könnten. „Beide, die USA wie Europa, profitieren vom Warenaustausch, vom Austausch von Dienstleistungen. Wenn jetzt Zollpolitik das schwierig macht, dann wäre das schlecht für die USA, für Europa“, sagte Scholz. Er schlug vor, dass EU und USA wieder Gespräche über ein Freihandelsabkommen aufnehmen sollten.
Die neuen Zölle haben weltweit Besorgnis über einen möglichen Handelskrieg ausgelöst. Die Aktienmärkte reagierten mit Kursverlusten. Es besteht auch die Sorge, dass die Maßnahmen das Wirtschaftswachstum bremsen und die Verbraucherpreise in die Höhe treiben könnten. Die Strafzölle der USA könnten besonders die deutsche Autoindustrie schwer treffen.
Friedrich Merz, der Oppositionsführer und Favorit auf das Kanzleramt, äußerte zuvor Bedenken in diesem Zusammenhang. „Zölle sind noch nie eine gute Idee gewesen, um handelspolitische Konflikte zu lösen“, sagte er auf seinem CDU-Parteitag vor den Wahlen am 23. Februar. (fsa mit Agenturmaterial)
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