Ukraine-Krieg
Sieben Kampfjets in fünf Tagen: Patriot-Einheit schießt Russland-Flugzeuge schneller als je zuvor ab
- VonHelmi Krappitzschließen
Die Zahl der russischen Verluste steigt weiter an. Die Ukraine trifft besonders viele Flugzeuge. In sechs Monaten könnten russische Suchois aussterben.
Kiew – Monatelang kämpften ukrainische und russische Streitkräfte um die Stadt Awdijiwka, einem wichtigen Brückenkopf im Osten der Ukraine. Russland ist es letztendlich gelungen, die Stadt einzunehmen – zu einem hohen Preis. Und auch nach der Eroberung steigen Russlands Verlustzahlen im Ukraine-Krieg weiter in die Höhe.
„Wieder!“: Ukraine schießt sieben russische Suchois in fünf Tagen ab
Innerhalb von fünf Tagen haben ukrainische Streitkräfte – wahrscheinlich Patriot-Besatzungen sieben Suchoi-Gleitbomber abgeschossen: fünf zweisitzige Su-34 und zwei einsitzige Su-35, berichtete Forbes. Das ukrainische Verteidigungsministerium gab am Mittwoch (21. Februar) den siebten Abschuss bekannt, Berichten zufolge im von Russland besetzen Gebieten im Osten der Ukraine. „Wieder? Wieder!“ witzelte das Ministerium. „Der Tag, an dem feindliche Flugzeuge abstürzen, ist ein großartiger Tag.“
+1 russian plane destroyed.
— Defense of Ukraine (@DefenceU) February 21, 2024
Again? Again!
Another russian Su-34 fighter-bomber was shot down by Ukrainian air defenders.
The day when enemy planes fall is a great day. pic.twitter.com/FuQIWs4zYt
Luftabwehr: Suchois mit KAB-Bomben leicht auf dem Radar zu sehen
Suchois werden von Russland besonders für das Abwerfen von KAB-Bomben eingesetzt. Das sind satellitengesteuerte Präzisionsbomben mit ausfahrbaren Flügeln – fast unmöglich abzufangen. Doch die Flugzeuge sind dafür umso einfacher zu sichten. Denn: Eine Gleitbombe funktioniert am besten, wenn man sie aus großer Höhe abwirft. Doch je höher der Jet fliegt, desto sichtbarerer ist er auf dem Radar der Luftabwehr.
Luftwaffe: Russland Suchois können in sechs Monaten aussterben
Deswegen verliere die russische Luftwaffe ihre besten Jagdbomber in einem Tempo, das sie nicht verkraften könne, so Forbes. Sieben Abschüsse in fünf Tagen würden auf eine monatliche Verlustrate von mehr als 40 Jets hindeuten. Die russische Luftwaffe verfüge noch über etwa 250 Su-34 und Su-35. Bei diesem Tempo könnten beide Arten in sechs Monaten aussterben.
Hohe Verluste: Russland ändert Strategie, um Flugzeuge zu retten
Russland hat ein Patriot-Problem, das wisse auch der Kreml. Deswegen setze die russische Luftwaffe auf neue Strategien, wie etwa neue Flugrouten für die wertvollsten Flugzeuge. Verluste sollen so gemindert werden. „Russische Streitkräfte setzen aufgrund der jüngsten erfolgreichen ukrainischen Abschüsse russischer Flugzeuge zunehmend A-50-Langstreckenradar-Erkennungsflugzeuge näher an den russischen Grenzen und in Richtung Weißrussland ein“, erklärte das Institute for the Study of War in einem Bericht. Die Suchois müssten mit den KABs aber weiterhin weit oben fliegen, um die richtigen Ziele zu treffen. Das stelle ein Problem für die Luftwaffe dar.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




Ausdauerkrieg: Ukraine fehlt es ohne USA an Patriot-Raketen
Unklar ist, wie es in den nächsten Monaten entwickeln wird. Denn mit der stockenden US-Unterstützung für die Ukraine werden die Patriot-Raketen für die Luftabwehrsysteme knapp. Der Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich zu einem Ausdauerkrieg entwickelt, denn noch lange ist kein Ende in Sicht. (hk)
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