„Deutschlandtrend“

Neue Umfrage: Union doppelt so stark wie Grüne und SPD – AfD verliert

CDU-Parteivorsitzender Friedrich Merz spricht in Berlin auf der Grundsatzprogrammkonferenz seiner Partei. (Archivfoto)
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CDU-Parteivorsitzender Friedrich Merz spricht in Berlin auf der Grundsatzprogrammkonferenz seiner Partei. (Archivfoto)
  • Nail Akkoyun
    VonNail Akkoyun
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SPD und Grüne liegen in der neuesten Umfrage gleichauf, doch die Union bleibt unangefochten an der Spitze. AfD und FDP verlieren hingegen weiter Punkte.

Berlin – Die beiden Ampel-Parteien SPD und Grüne liegen in einer aktuellen Umfrage gleichauf bei 15 Prozent. Wie aus dem am Donnerstag (4. April) veröffentlichten ARD-„Deutschlandtrend“ hervorging, verschlechtern sich die Sozialdemokraten im Vergleich zur Erhebung im März um einen Prozentpunkt, die Grünen verbessern sich um einen. Wenn am kommenden Sonntag der Bundestag gewählt würde, wäre aber weiterhin die Union mit 30 Prozent die stärkste Kraft. Sie gewann zugleich einen Prozentpunkt hinzu.

AfD verliert weiter in neuer Umfrage – FDP würde aus dem Bundestag fliegen

Zweitstärkste Kräft wäre mit 18 Prozent aktuell die AfD, die im Vergleich zum Vormonat einen Punkt verliert. Das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verliert einen Prozentpunkt und kommt auf fünf Prozent. Die FDP verschlechtert sich ebenfalls um einen Punkt und liegt bei vier Prozent – die Liberalen würden damit den Wiedereinzug in den Bundestag nicht schaffen.

Die Linke kommt in der Umfrage unverändert auf drei Prozent und würde damit unter der Fünf-Prozent-Hürde liegen. Das Gleiche gilt für die Freien Wähler, die ebenfalls bei drei Prozent liegen.

ParteiUmfragewert in Prozent
CDU/CSU30
SPD15
Grüne15
FDP4
AfD18
BSW5
Die Linke3
Freie Wähler3
Quelle: Infratest dimap

„Deutschlandtrend“ zeigt: Mehrheit mit Arbeit von Verteidigungsminister Pistorius zufrieden

Mit der Ampel-Koalition ist laut „Deutschlandtrend“ weiterhin eine Mehrheit weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden: 78 Prozent äußerten sich so – ein Minus von zwei Prozentpunkten. Zufrieden bis sehr zufrieden mit der Regierung sind 21 Prozent – ein Plus von zwei Punkten.

Mehrheitlich positiv bewertet wird SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius: 54 Prozent sind mit seiner Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Alle anderen abgefragten Bundespolitikerinnen und -politiker werden der Umfrage zufolge indes „mehrheitlich kritisch bewertet“. In einer Insa-Umfrage von Anfang Januar sprach sich sogar eine Mehrheit der Befragten für Pistorius als Kanzler anstatt dessen Parteikollegen Olaf Scholz aus.

Schleudersitz ade? Von Scharping bis Pistorius – wer im Bendlerblock das Sagen hat

Rudolf Scharping (1998 bis 2002): Als die Ehrenformation der polnischen Armee den Minister im Februar 1999 im polnischen Krakau begrüßte, war Scharpings Welt noch in Ordnung. Doch dann stolperte er über zwei verhängnisvolle Affären. Während nämlich die Bundeswehr kurz vor einem Einsatz in Mazedonien stand, ließ er sich quietschvergnügt mit seiner Lebensgefährtin im Swimmingpool fotografieren. Und auch die dubiosen Deals mit PR-Mann Moritz Hunzinger stießen der SPD sauer auf. Im Juli 2002 wurde Scharping schließlich entlassen.
Scharping und Lebensgefährtin
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Infratest dimap befragte für den „Deutschlandtrend“ von Dienstag (2. April) bis Mittwoch (3. April) dieser Woche 1304 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte repräsentativ. Die Fehlertoleranz wurde mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben. (nak/AFP)

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