DWD warnt

Prognose zeigt eindeutiges Bild: Schneefall in fast ganz Bayern – Zeitpunkt scheint klar

  • Tanja Kipke
    VonTanja Kipke
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Ein markanter Wetterumschwung steht vor der Tür: Es wird kälter, stürmischer und nasser. Für Bayern hat das Tief „Quiteria“ vor allem Schnee im Gepäck.

Update vom 19. November, 17 Uhr: Der DWD hat seine Prognose für den nächtlichen Wintereinbruch nochmal konkretisiert. „In der Nacht zum Mittwoch im Bergland oberhalb etwa 800 m leichter Frost, im nördlichen Franken bei größeren Wolkenlücken vereinzelt auch in tiefen Lagen.“ Mit der Kaltfrontpassage könne es im Allgäu auch zu einzelnen Gewittern kommen. Im Bayerischen Wald gilt nach wie vor eine Warnung vor Dauerregen. Im Mittelgebirge soll oberhalb 600 Meter in der Nacht Schnee fallen, in den Alpen erst ab 800. Dort dafür „in typischen Nordweststaulagen“ bis 30 Zentimeter Neuschnee. Am Mittwoch tagsüber geht es mit dem Schneefall dann weiter, in tiefen Lagen allerdings eher Schneeregenschauer.

Update vom 19. November, 10 Uhr: Das Tief „Quiteria“ hat Deutschland erreicht und sorgt bereits für Sturmböen. In der Nacht zum Mittwoch kommt dann die angekündigte Kaltfront samt Schnee. In fast ganz Bayern sollen dann weiße Flocken vom Himmel kommen. In den höheren Lagen sogar bis zu 25 Zentimeter (siehe Erstmeldung). Laut der Schneevorhersage von Bergfex soll der meiste Schnee zwischen 1 und 7 Uhr fallen:

Die Schneeprognose von Bergfex zwischen 1 und 7 Uhr am Mittwoch.

Dass der Schnee in tieferen Lagen liegen bleibt, ist allerdings sehr unwahrscheinlich. Das Alpenvorland kann sich allerdings über eine dünne Schneeschicht freuen. Oberhalb und in Staulagen auch bis über 20 Zentimeter.

Update vom 19. November: Der DWD hat in seinem aktualisierten Wetterbericht die erwartete Lage konkretisiert. Demnach greift ab der Nacht zu Mittwoch eine Kaltfront auf Bayern über. Dazu schreiben die Meteorologen: „Im Alpenvorland oberhalb 500-600 m Schneeglätte. In den Alpen ab Mitternacht zum Teil kräftige Schneefälle, dort oberhalb 600-800 m 1-5, über 1000 m 5-10, in Staulagen im Westen bis 20 cm Neuschnee“. Dazu gebe es in den östlichen und nördlichen Mittelgebirgen Glätte durch geringen Schnee.

DWD konkretisiert Wetterlage in Bayern – Meteorologen warnen vor Schnee und Dauerregen

Zudem gibt es auch Dauerregen in Bayern, warnen die Meteorologen, und das bereits am Dienstag: „An den nördlichen Mittelgebirgen bis Dienstagabend teilweise Mengen um 30 l/qm innerhalb 18 bis 24 Stunden. Im Unterallgäu von Dienstagnachmittag bis in die Nacht zum Mittwoch hinein ähnliche Mengen innerhalb etwa 12 Stunden.“

Unwetter-Karte: Warnungen für Städte und Landkreise

Erstmeldung vom 18. November: München – Erste, dicke Schneeflocken verzauberten in dieser Woche vielerorts die Bayern. In einigen höheren Regionen blieb die weiße Masse auch liegen und sorgte für ein kleines Winterwunderland. Jetzt ist seit einigen Tagen erneut von einem Wintereinbruch in den Wettervorhersagen die Rede, Tief „Quiteria“ sei im Anmarsch.

Tief „Quiteria“: DWD warnt vor Sturmböen und Dauerregen in Bayern

Laut der Meteorologin Sabine Krüger vom Deutschen Wetterdienst (DWD) verlagert sich das genannte Tief im Verlauf des Dienstags (18. November) über den Norden Deutschlands. „Quiteria hat dabei unterschiedliche, teils dann auch warnwürdige Wettererscheinungen im Gepäck“, heißt es in Krügers Vorhersage weiter. „In der Mitte und im Süden muss bis in die zweite Tageshälfte recht verbreitet mit stürmischen Böen beziehungsweise Sturmböen gerechnet werden, im Bergland mit schweren Sturmböen, in einigen Gipfellagen Orkanböen.“

In der Nacht setze laut Krüger dann auch noch Regen an, welcher teils länger anhält, im Mittelgebirge müsse sogar mit Dauerregen gerechnet werden. Durch den Temperatursturz kommt der Regen in höheren Lagen vermehrt als Schnee runter.

Tief „Quiteria“ bringt Schnee und Sturmböen nach Bayern. Der DWD warnt.

Der DWD warnt daher bereits fast für den ganzen Freistaat am Dienstag vor Sturmböen. Die Warnung gilt – je nach Region – ab 8 und bis teils 0 Uhr. An der Grenze zu Hessen und Thüringen gilt zudem ab vier Uhr eine amtliche Warnung vor Dauerregen. In Norddeutschland könnte es in einigen Regionen sogar zu gefährlichen Lagen kommen, auch eine Sturmflut sei im Anmarsch.

Wintereinbruch samt Schnee in Bayern: Bis zu 25 Zentimeter bleiben liegen

Für eine Schneeballschlacht wird es in tieferen Lagen wohl nicht reichen. Am Mittwoch (20. November), dem in Bayern schulfreien Buß- und Bettag, soll es dann vor allem in höheren Lagen wie dem Bayerischen Wald oder der Fränkischen Alb schneien. Aber auch dort werden es wohl nicht mehr als fünf Zentimeter Neuschnee sein, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der dpa.

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Mit einem Schneemann könnte es somit wohl vor allem in der Nähe der Alpen klappen. Oberhalb von 600 Metern werde der Schnee eventuell stellenweise liegen bleiben, sagte der DWD-Experte. In Hochlagen könnten es demnach bis zu 25 Zentimeter sein, dies sei aber die Ausnahme. 

Meteorologen warnen vor Glätte

Außerdem soll es laut DWD im Laufe der Woche vielerorts glatt werden. Man könne am Mittwoch mit Höchstwerten von zwei Grad an den Alpen und fünf Grad im übrigen Bayern rechnen. Dazu komme starker bis stürmischer Wind aus westlicher Richtung.

Im weiteren Verlauf der Woche kommt es zudem immer wieder zu Schauern, die laut Krügers Vorhersage je nach Intensität bis in tiefe Lagen häufig als Schnee fallen. Eine wirkliche Schneedecke sei laut der Wetter-Expertin aufgrund der warmen Böden in tieferen Lagen unwahrscheinlich, beziehungsweise nicht von langer Dauer. „Im Bergland dürfte es aber zunehmend winterlich werden.“ (tkip)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Bernd März/Screenshot Bergfex

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