Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Sommer in Deutschland spitzt sich zu: Juni 2025 auf Rekordkurs – nächste Hitzewelle mit 35 Grad kommt

  • VonDominik Jung
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Der Juni 2025 bleibt heiß. Mit Spitzenwerten über 35 Grad und Gewittern wird das Wetter zunehmend gefährlich. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Am Montag (23. Juni) zeigt sich das Wetter zweigeteilt. Während es im Norden wechselnd bis stark bewölkt ist und Schauer sowie einzelne Gewitter mit Sturmböen durchziehen, entwickelt sich im Süden und Südosten eine brisante Gewitterlage mit erhöhtem Unwetterpotenzial.

Wetter in Deutschland ab Montag (23. Juni)

Besonders entlang der Alpen sowie im Donauraum drohen schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und orkanartigen Böen. Über der Mitte bleibt es hingegen teils trocken und gelegentlich sonnig. Die Höchstwerte steigen in der Nordwesthälfte auf 21 bis 29 Grad, in der Südosthälfte werden sogar 26 bis 34 Grad erreicht. Der Wind weht meist mäßig bis frisch aus westlichen Richtungen, besonders in Schauernähe, an der See und im Bergland muss mit stürmischen Böen gerechnet werden. Der „Heat Dome“ über Deutschland könnte den ganzen Sommer beeinflussen.

Heiß geht es weiter - immer wieder erreichen Deutschland neue Hitzespitzen aus Südwesteuropa, wie hier am Mittwoch (25. Juni).

In der Nacht zum Dienstag bleibt es im Norden wechselhaft mit weiteren Schauern. Weiter südlich beruhigt sich das Wetter, die Wolken lockern auf und es wird verbreitet klar. Die Temperaturen sinken auf 10 bis 17 Grad. Der Wind lässt allmählich nach, nur in Küstennähe und in Gipfellagen sind noch starke Böen möglich.

Wetter in Deutschland am Dienstag (24. Juni) und Mittwoch (25. Juni): Sommerwärme mit Gewitterrisiko

Am Dienstag (24. Juni) zeigt sich der Norden meist wolkig bis stark bewölkt mit gelegentlichem Regen, auch in der Mitte verdichten sich die Wolken im Tagesverlauf. Im Süden bleibt es dagegen überwiegend heiter und trocken. Die Temperaturen erreichen im Norden 21 bis 25 Grad, an der See bleibt es mit rund 19 Grad kühler. In der Südhälfte sind 26 bis 32 Grad möglich. Der Wind weht im Nordosten frisch mit starken bis stürmischen Böen. Nachts bleibt es im Süden oft klar, im Norden und in der Mitte überwiegt die Bewölkung mit vereinzeltem Regen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 14 und 17 Grad.

Am Mittwoch (25. Juni) wird es besonders im Süden hochsommerlich, wie auch schon bei der Hitzewelle am Wochenende zuvor. Dort scheint die Sonne bei trockener Luft, während es im Norden wechselnd bis stark bewölkt bleibt mit einzelnen Schauern. Im Laufe des Nachmittags und Abends nimmt der Sonnenschein auch dort zu. Die Höchstwerte steigen auf 22 bis 28 Grad im Norden, in der Südhälfte werden heiße 28 bis 34 Grad erreicht – am Oberrhein sind sogar 36 Grad möglich. Der Wind frischt im Norden deutlich auf, während er im Süden nur schwach bis mäßig weht. In der Nacht zum Donnerstag zieht von Südwesten her dichte Bewölkung mit kräftigen Gewittern auf, während es im Osten und Südosten zunächst noch trocken bleibt. Die Temperaturen sinken auf 15 bis 22 Grad.

Ab Donnerstag (26. Juni): Wetterumschwung mit Unwettergefahr

Am Donnerstag (26. Juni) zeigt sich das Wetter landesweit unbeständig. Bei wechselnder bis starker Bewölkung treten vielerorts schauerartige Regenfälle und erneut kräftige Gewitter auf. Dabei ist lokal mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen zu rechnen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 23 und 29 Grad, bei Gewittern kühlt es aber vorübergehend deutlich ab. Der Wind weht aus westlicher bis südwestlicher Richtung und kann in Böen stürmisch ausfallen – insbesondere in Norddeutschland und in höheren Lagen sind auch schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen.

Auch in der Nacht zum Freitag (27. Juni) bleibt es unruhig: Schauer und Gewitter halten sich, besonders im Westen und Norden, weiter. Die Temperaturen gehen auf Werte um 14 Grad zurück. Der Freitag und Samstag bringen kaum Wetterberuhigung: Es bleibt wechselhaft mit wiederholten Schauern und teils kräftigen Gewittern. Der äußerste Süden kann auf freundlichere Abschnitte hoffen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 19 Grad an der Nordsee und bis zu 28 Grad im Süden. In den Nächten sinken die Temperaturen kaum unter 13 Grad. Der Wind bleibt spürbar, mit stürmischen Böen in exponierten Lagen – vereinzelt sind auch orkanartige Böen denkbar. Wie sich die Lage konkret entwickelt, bleibt abzuwarten. Dass Wetter-Modelle früher besser waren, dabei handelt es sich aber um einen Mythos.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.dasewetter.com

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