Genugtuung nach Wahlsieg
Time Magazine erklärt Donald Trump zur „Person des Jahres“ 2024
VonDaniel Dillmannschließen
Das Time Magazine kürt Donald Trump zur „Person des Jahres“ 2024. Für den kommenden US-Präsidenten geht damit ein Traum in Erfüllung.
Update vom 12. Dezember, 13.50 Uhr: Nun ist es offiziell. Donald Trump ist vom Time Magazine zur „Person des Jahres“ 2024 gekürt worden. Es ist das zweite Mal, dass sich das Magazin für den alten und neuen Präsidenten entscheidet. Die letzte Ehrung dieser Art hatte Trump im Jahr 2016, nach seinem Sieg bei der US-Wahl, erhalten.
Erstmeldung vom 12. Dezember 2024: Washington DC – Es gilt als das wohl am meisten gehütete Geheimnis der Zeitschrift: Wer wird vom Time Magazine in den USA zur „Person des Jahres“ gewählt? Doch dieses Jahr platzte die Überraschung noch vor der Verkündung. Donald Trump, der kommende US-Präsident, holt sich den Titel.
Veröffentlicht wurde die Information einen Tag vor der offiziellen Verkündung auf der Nachrichtenplattform Politico von Meridith McGraw, Autorin des Buches „Trump in Exile“. Donald Trump selbst wird die Ehrung am Donnerstag wohl in New York feiern, wo der Sieger der US-Wahl 2024 die Börse eröffnen wird.
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Titel „Person des Jahres“ ist Genugtuung für Donald Trump
Für Donald Trump durfte die Ehrung zur „Person des Jahres“ durch das Time Magazine eine Genugtuung darstellen. Immer wieder hatte sich der Präsident in den vergangenen Jahren beschwert, wenn er bei der Nominierung aus einer Sicht übergangen worden war. 2013 nannte er die jährliche Liste einflussreicher Persönlichkeiten des Time Magazines „einen Witz und ein Kunststückchen eines Magazins, das […] bald tot sein werde.“ Zwei Jahre später ärgerte sich Trump öffentlich darüber, dass nicht er, sondern die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Cover landete.
Dieses Jahr schaffte es der Wahlsieger aber wieder auf die sogenannte Shortlist der Nominierten, die am Montag in der US-Fernsehsendung Today Show vorgestellt worden war.
„Person des Jahres“ 2024: Die Shortlist des Time Magazines
- Donald Trump: Ex-Präsident und designierte US-Präsident
- Kamala Harris: Vizepräsidentin und Kandidatin der Demokraten bei der US-Wahl 2024
- Kate Middleton: Prinzessin von Wales
- Elon Musk: Tesla-Gründer, Vertrauter von Donald Trump und „Person des Jahres“ 2021
- Benjamin Netanjahu: Ministerpräsident von Israel
Für Donald Trump ist die Ehrung zur „Person des Jahres“ nicht die erste Auszeichnung des Time Magazines. Bereits 2016, im Jahr seines ersten Wahlsiegs, damals noch gegen Hillary Clinton, landete Trump auf dem Cover. Wie wichtig ihm diese Auszeichnung war, wurde deutlich, als Trump sie eine „große Ehre“ nannte. Laut Informationen des Daily Beasts lässt Trump mit Vorliebe gefälschte Time-Titelbilder in den Clubhäusern seiner Golfanlagen aufhängen.
Donald Trump ist „Person des Jahres“: Time Magazine folgt langer Tradition
Für Vertreter der US-Politik ist grundsätzlich ein Platz frei auf dem Titelbild des Time Magazines. Insgesamt wurden laut Politico 13 US-Präsidenten zu „Personen des Jahres“ gekürt – darunter auch Trumps Nachfolger und Vorgänger im Amt, Joe Biden. In jedem Wahljahr seit 2000 wurde der Gewinner zur „Person des Jahres“ ernannt. Im Jahr 2020 teilte sich Joe Biden diese Ehre mit Harris, seiner Kandidatin.
Donald Trump tritt 2024 in die Fußstapfen von Taylor Swift. Die Popsängerin wurde 2023 zur einflussreichsten „Person des Jahres“ gekürt. Im Jahr davor ging das Titelbild an den Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj.
Time Magazine „Person des Jahres“ der vergangenen Jahre
| Jahr | Person des Jahres |
|---|---|
| 2019 | Greta Thunberg |
| 2020 | Joe Biden und Kamala Harris |
| 2021 | Elon Musk |
| 2022 | Wolodymyr Selenskyj |
| 2023 | Taylor Swift |
Erstmals auf dem Titelbild landete der damalige New Yorker Immobilienmakler im Jahr 1989. „Ich war seitdem auf 15 Titelbildern. Das ist ein Rekord, den nie jemand schlagen wird“, behauptete Donald Trump im Jahr 2017. Faktisch waren es laut Informationen des Time Magazines aber nur elf Titelbilder mit Trump, was weit weg von einem Rekord ist. Bis zum Ende seiner Amtszeit schaffte er es auf 35 Titelbilder. Richard Nixon kam auf 55 Titelbilder, Ronald Reagan auf 46 und Bill Clinton auf 40. (dil)
Rubriklistenbild: © Tannen Maury/AFP


