„Es ist vorbei“

Trump verliert in US-Umfrage rapide an Zustimmung – Auch neue Zahlen zu Musk

  • VonLisa Mahnke
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Einen Monat nach Amtsantritt sinkt Trumps Zustimmung unter 50 Prozent. Musik wird ebenfalls kritisch gesehen. Ein Stratege spricht vom „Zusammenbruch“.

Washington, D. C. – US-Präsident Donald Trump verliert rasant an Beliebtheit. Nur etwa einen Monat nach seiner Amtseinführung liegt der Republikaner in gleich mehreren Umfragen unter 50 Prozent. Während ein republikanischer Meinungsforscher etwas Positives in dem Ergebnis sieht, prognostiziert ein demokratischer Stratege den „Zusammenbruch“.

Laut einer Umfrage des US-Meinungsforschungsinstituts Ipsos sind Trumps Zustimmungswerte nur 33 Tage nach Beginn seiner zweiten Amtszeit um 13 Prozentpunkte gefallen (auf 45 Prozent). Auch in anderen Umfragen liegt Trump Mitte Februar bei 45 Prozent, wenn auch mit geringeren Einbußen: Bei einer Quinnipiac-Umfrage verlor der Republikaner sieben Prozentpunkte, bei einer Gallup-Umfrage fünf Prozentpunkte. Zu Beginn seiner Amtszeit konnte Trump noch eine knappe Mehrheit der US-Bevölkerung überzeugen.

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Eine CNN-Umfrage, die von dem Meinungsforschungsinstitut SSRS Research durchgeführt wurde, zeigte ebenfalls, dass nur noch 47 Prozent der US-Amerikaner Trump befürworteten, während 52 Prozent den US-Präsidenten missbilligten. Ein Lichtblick für die Republikaner: die Zustimmung ist damit dennoch höher als die Höchstwerte in Donald Trumps erster Amtszeit.

Laut dem republikanischen Meinungsforscher Frank Luntz sei trotz der fallenden Zustimmung die „Übereinstimmung mit der allgemeinen Richtung, in die er zu gehen versucht, positiv“. Die Umfrage gebe damit sowohl Demokraten als auch Republikanern „etwas, worüber man sich freuen kann“, so Luntz in einem Interview mit CNN.

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Die US-Politik des Präsidenten wurde in den Umfragen allerdings ebenfalls weitestgehend negativ gesehen: Laut der CNN-Umfrage gaben nur 34 Prozent der Befragten an, Zölle seien etwas Positives. 45 Prozent der Befragten gaben an, Trump sei bei seiner Migrationspolitik zu weit gegangen. 62 Prozent gaben außerdem an, sie fänden, dass der US-Präsident nicht so viel für Preissenkungen getan hätte, wie er ab „Tag 1“ versprochen hätte. Laut Luntz plane Trump für den vierten März eine Rede, in der er „die Erwartungen für das Land zurücksetzen“ werde – Preissenkungen bräuchten nun mal ihre Zeit, so der Meinungsforscher.

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Elon Musk schneidet in Umfrage noch schlechter ab als Trump

Bei dem Tech-Milliardär Elon Musk sahen die Zustimmungswerte in der Umfrage noch schlechter aus als die von Trump: Nur 28 Prozent der Befragten sahen seien Rolle in der US-Administration als etwas Gutes an. Laut Luntz sei die häufigste Begründung, dass Musks Ton und Verhalten missfalle.

Ein Sprecher für den demokratischen Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, sagte laut Newsweek zu der Umfrage: „Das sind die Fakten: Donald Trumps Umfragewerte gehen nicht nach oben. Sie sinken, insbesondere in Bezug auf sein Wirtschaftsmanagement.“ Er ergänzte: „Donald Trump ist ein Chaos-Agent, der versprochen hat, die Kosten zu senken, die hohen Lebenshaltungskosten in den Vereinigten Staaten von Amerika zu senken, und er tut genau das Gegenteil, weil er sich nicht darauf konzentriert.“

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Der demokratische Stratege James Carville gab laut der US-amerikanischen Nachrichtenseite Mediaite an, Trump stehe innerhalb von 30 Tagen vor einem „massiven Zusammenbruch“. Die Demokraten müssten vor diesem Hintergrund nur „die Hände in den Schoß legen“. Er fügte hinzu: Die Republikaner „sind eigentlich schlimmer als nutzlos, sie sind schädlich“. Sie würden „niemals lernen, den Mund zu halten“. Auf Nachfrage betonte Carville noch einmal: „Wir befinden uns mitten in einem Zusammenbruch“. Er ist sich sicher: „Es ist vorbei.“

Beim „Presidents Day“ Mitte Februar haben trotz eisiger Temperaturen landesweite Demonstrationen gegen den politischen Kurs des Präsidenten Trump stattgefunden. Sie richteten sich auch besonders gegen Elon Musks Effizienzministerium. Möglicherweise war das erst der Anfang der Proteste gegen die Trump-Regierung – trotz Angst vor politischen Repressionen. (lismah)

Rubriklistenbild: © Michael Brochstein/ZUMA Press Wire/dpa