Verhandlungen in Saudi-Arabien
Trumps Abmachung mit Selenskyj: Waffenruhe im Ukraine-Konflikt in Aussicht
- VonDayan Djajadisastraschließen
Die Gespräche zwischen den USA und der Ukraine waren erfolgreich. Ein Abkommen für eine Waffenruhe ist in Sicht. Allerdings ist die Zustimmung Russlands noch unklar.
Dschidda – Die USA und die Ukraine haben sich in Saudi-Arabien auf einen 30-tägigen Waffenstillstand geeinigt. Dies folgt auf ein diplomatisches Zerwürfnis, das die US-Unterstützung für Kiew einfrieren ließ. Die Verhandlungen, unter der Leitung von US-Außenminister Marco Rubio und dem Bürochef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, führten zu einem überraschenden Durchbruch.
Ukraine-Verhandlungen über Waffenruhe: Das sieht der Trumps Deal mit Selenskyj vor
Die Vereinbarung sieht vor, dass der Waffenstillstand für zunächst 30 Tage in Kraft tritt, mit der Möglichkeit einer Verlängerung, sofern alle Parteien zustimmen. In der gemeinsamen Erklärung betonten die USA und die Ukraine, dass dieser Schritt eine Voraussetzung für weitere Gespräche und eine langfristige Lösung sein soll. Im Rahmen des Waffenstillstands sollen mehrere konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.
- Zunächst fordert die Ukraine ein sofortiges Ende der Raketenangriffe, Bombardierungen und Langstrecken-Drohnenschläge.
- Auch auf dem Schwarzen Meer sollen sämtliche militärischen Aktivitäten eingestellt werden, was eine erhebliche Deeskalation der militärischen Lage bedeutet.
- Doch es geht nicht nur um eine Waffenruhe: Die Ukraine stellt in Aussicht, vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört der Austausch von Kriegsgefangenen sowie die Freilassung von zivilen Gefangenen. Besonders brisant ist die Forderung nach der Rückführung von ukrainischen Kindern, die im Zuge des Konflikts von Russland entführt worden sind.
Diese Punkte sollen helfen, das Vertrauen zwischen den Kriegsparteien zu stärken und einen Rahmen für weiterführende Gespräche zu schaffen.
US-Präsident Donald Trump äußerte in einer ersten Stellungnahme die Hoffnung, dass auch Präsident Wladimir Putin dem Waffenstillstand zustimmen werde, um die Verhandlungen weiter voranzutreiben. Trump betonte, dass die USA bereit seien, den Waffenstillstand als Grundlage für tiefere diplomatische Gespräche zu nutzen. Sollte Russland den Vorschlag akzeptieren, könnte dies ein Wendepunkt im Konflikt bedeuten – doch die Chancen, dass Moskau sofort zusagt, stehen weiterhin in den Sternen.
Putins Zirkel der Macht im Kreml – die Vertrauten des russischen Präsidenten




Ukraine-Verhandlungen: Wie reagiert Russland auf den Plan von Trump?
Russland hat sich bisher zurückhaltend geäußert. Obwohl Präsident Putin wiederholt betont hat, dass er zu Gesprächen bereit sei, stellt er weiterhin hohe Anforderungen, die von der Ukraine und dem Westen bislang nicht erfüllt wurden. Vor allem die Frage der territorialen Kontrolle und der langfristigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine bleibt ein zentraler Streitpunkt.
Angesichts dieser Differenzen bleibt fraglich, ob Moskau den Waffenstillstand akzeptieren wird oder ob es den militärischen Druck fortsetzen wird. Der Plan soll nun über mehrere Wege an Russland getragen werden. Trumps Nationaler Sicherheitsberater, Mike Waltz, soll in den kommenden Tagen seinen russischen Amtskollegen treffen. Darüber Am Donnerstag reist Steve Witkoff, der Sondergesandte des Weißen Hauses, nach Russland. Dort trifft er sich zu diplomatischen Gesprächen mit Putin.
Annalena Baerbock: „Es liegt nun an Russland, seinen Angriffskrieg zu beenden.“
Die internationale Gemeinschaft reagierte unterschiedlich auf die Vereinbarung. Die Europäische Union zeigte sich vorsichtig optimistisch. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, bezeichnete den Waffenstillstand als „positiven Schritt“, betonte jedoch, dass Russland nun beweisen müsse, dass es ernsthaft an einem Friedensprozess interessiert sei. Auch Großbritannien zeigte sich zuversichtlich, kündigte jedoch an, die Situation weiter genau zu beobachten.
Die deutsche Bundesaußenministerin Annalena Baerbock schrieb auf X, vormals Twitter, von einem möglichen Wendepunkt. „Das Ergebnis der heutigen Ukraine-USA-Gespräche könnte einen entscheidenden Wendepunkt im Streben der Ukraine nach dauerhaftem Frieden und Sicherheit darstellen“, schrieb Baerbock. Es läge nun laut ihr an Russland, seinen Angriffskrieg zu beenden.