Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Rasanter Wetter-Sturz nach Traumsonntag – lokale Überflutungen drohen
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Nach dem sommerlichen Sonntag kippt das Wetter rasant – Starkregen, Gewitter und Unwettergefahr rollen ab Montag an. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Am Sonntag (7. September) genießen wir vielerorts noch einmal spätsommerliche Ruhe. Strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen – der perfekte Tag zum Durchatmen. Doch dieser Frieden ist trügerisch.
Schon in der Nacht zum Montag ziehen erste Wolken auf, die im Westen und Südwesten erste Gewitter bringen können. Zwar bleibt das Risiko noch überschaubar, doch der Wettercharakter kippt spürbar.
Volle Ladung Starkregen: Montag ist der Startschuss für den Wettersturz
Bereits am Montag (8. September) beginnt der große Umschwung. Besonders im Westen und Südwesten bilden sich einzelne Gewitter. Diese können kräftigen Starkregen im Gepäck haben – lokal ist sogar Unwettergefahr nicht ausgeschlossen. Während es am Sonntag noch nach Grillabend riecht, kann es am Montagabend schon nach nassem Asphalt und Blitzdonner klingen.
Richtig heftig wird es dann in der Nacht zum Dienstag. Vom Südwesten bis in die westliche Mitte breitet sich ein Regenband aus, das gebietsweise von Gewittern durchsetzt ist. Innerhalb weniger Stunden können 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter fallen. Dort, wo sich die Zellen besonders hartnäckig halten, sind sogar bis zu 60 Liter möglich – und das in nur sechs Stunden. Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und lokale Überschwemmungen könnten die Folge sein.
Dienstag: Dauerregen im Zentrum, Gewitter im Osten
Auch der Dienstag bleibt gefährlich. Vor allem in den mittleren Landesteilen ist anfangs noch mehrstündiger Starkregen wahrscheinlich. Rund 30 Liter pro Quadratmeter sind drin. Später verlagert sich die Gewitteraktivität in den Nordosten und Osten. Hier drohen erneut Starkregen und stellenweise kleiner Hagel. Ein echter Kontrast: Während manche Regionen im Regen versinken, knallt es anderswo mit Blitz und Donner.
Mittwoch: Unruhiger Ausblick mit weiteren Gewittern
Der Wettersturz hält an. Am Mittwoch drohen im Süden und Südosten einzelne kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel. Im weiteren Verlauf bis in die Nacht auf Donnerstag kündigt sich erneut mehrstündiger Regen an, der sich von Südwesten über die Mitte bis in den Osten zieht. Immer wieder besteht die Gefahr, dass sich Gewitter in die Niederschläge einmischen und die Regenmengen verstärken. Ein Ende des turbulenten Wetters ist vorerst nicht in Sicht.
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