Angriffskrieg

Ukraine-Krieg: „Erheblicher Rückschlag“ für Russland

Ukrainische Streitkräfte haben mehr als 1000 russische Soldaten eingekesselt (Symbolfoto).
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Ukrainische Streitkräfte haben mehr als 1000 russische Soldaten eingekesselt (Symbolfoto).
  • Andreas Apetz
    VonAndreas Apetz
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Die Zerstörung einer Brücke könnte die Versorgung der russischen Truppen im Süden der Ukraine blockieren.

Cherson – Laut dem britischen Verteidigungsministerium könnte Russland im Süden der Ukraine ein „bedeutender“ militärischer Rückschlag drohen. Die Zerstörung einer wichtigen Brücke durch ukrainische Streitkräfte soll das weitere Vorrücken der russischen Armee verhindern. Die Flussübergänge in der Ukraine gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie wichtige Versorgungswege und Verknüpfungspunkte abschneiden können.

Ukraine-Krieg: Wichtige Brücke im Süden beschädigt

Das britische Verteidigungsministerium teilte in seinem täglichen Twitter-Update vom Samstag (23. Juli) mit, dass es in den vergangenen 48 Stunden in der ukrainischen Region Cherson zu schweren Kämpfen gekommen ist. Bereits seit einigen Tagen sollen mehr als 1000 russische Soldaten von ukrainischen Streitkräften dort eingekesselt sein. „Russland versucht, die ukrainischen Angriffe durch Artilleriebeschuss entlang der natürlichen Barriere des Flusses Ingulets – ein Nebenfluss des Dnepr – zu verlangsamen“, twitterte das Ministerium.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Gleichzeitig seien die russischen Versorgungslinien der in Gefahr. Das Verteidigungsministerium erklärte, dass die ukrainischen Angriffe „weitere Schäden an der wichtigen Antoniwski-Brücke verursacht haben, während Russland vorübergehende Reparaturen durchgeführt hatte“. Die russische Armee lege großen Wert, die Aufrechterhaltung ihrer Brückenkontrolle. Die Übergänge am Dnepr sind dabei besonders wichtig. Der Fluss bildet die Hauptwasserstraße der Ukraine und teilt das Land vollständig in zwei Ufer.

„Militärischer und politischer Rückschlag“ für Russland

„Wenn der Dnepr-Übergang verweigert und die russischen Streitkräfte im besetzten Cherson abgeschnitten würden, wäre dies ein bedeutender militärischer und politischer Rückschlag für Russland“, so die Schlussfolgerung des Geheimdienstberichts. Die Blockierung der Brücke könnte weitere Truppenverstärkungen aus Russland verhindern. Wie wichtig Wasserübergänge sind, zeigt auch die Krim-Brücke, dessen Zerstörung die Ukraine bereits geplant hatte.