Ukraine-Krieg

Kampfjet-Debakel für Russland: Ukraine lässt Putins Su-25-Bomber „in der Steppe brennen“

  • Jekaterina Jalunina
    VonJekaterina Jalunina
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Im langanhaltenden Ukraine-Krieg spielen Luftangriffe und Luftabwehr eine zentrale Rolle. Aktuell erleidet Russland erhebliche Verluste durch feindliche Angriffe.

Donezk – In der Region Donezk haben ukrainische Flugabwehrkanonen einen russischen Su-25 Jagdbomber abgeschossen. Diese Information wurde von der operativ-strategischen Truppengruppe Chortyzja über Telegram verbreitet. „Ein weiteres Su-25-Kampfflugzeug verbrennt derzeit in den Steppen des ukrainischen Donbass“, hieß es in der Nachricht.

Bereits im Februar dieses Jahres wurden Berichte über den Abschuss mehrerer Su-Jagdbomber in der Ukraine bekannt. Innerhalb von nur 13 Tagen wurden laut Angaben des ukrainischen Militärs insgesamt 12 Su-Flugzeuge sowie ein A-50U Radarflugzeug abgeschossen. Der Westen hat bereits zugesagt, die ukrainische Luftwaffe durch die Lieferung von Kampfjets noch mehr zu unterstützen.

Ein Flugzeug des Typs Suchoi Su-25 der russischen Flotte, aufgenommen im Januar 2024 beim Abschuss einer Rakete bei der Front von Donezk.

Ukraine wehrt Angriffe ab: Erfolgreiche Abschüsse russischer Kampfjets

Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 hat Russland erhebliche Verluste an Kampfjets erlitten. Die genaue Anzahl der verlorenen russischen Kampfjets variiert je nach Quelle. Die Ukraine meldet regelmäßig den Abschuss russischer Flugzeuge. Unabhängige Beobachter und westliche Geheimdienste überprüfen regelmäßig die gemeldeten Zahlen und bestätigen oder korrigieren sie bei Bedarf. Die häufigsten Verluste betreffen Modelle wie die Sukhoi Su-34, Su-25, Su-30 und Su-35. Die genannten Modelle der Kampfjets sind Hauptbestandteile der russischen Luftwaffe.

Der aktuelle Vorfall ereignete sich im Sektor Pokrowski, wo das russische Kampfflugzeug versuchte, die Positionen der ukrainischen Verteidigungskräfte anzugreifen. Die Flugabwehreinheiten, speziell die Schützen der separaten mechanisierten Brigade, die nach Generaloberst Marko Bezruchko benannt ist, waren für den Abschuss verantwortlich. Ein wesentlicher Faktor für die hohen Verluste ist die gut organisierte ukrainische Luftverteidigung. Die Ukraine nutzt eine Kombination aus sowjetischen Systemen wie der S-300 und moderneren westlichen Waffen.

Su-25 abgeschossen: Ukrainische Luftabwehr stärkt ihre Verteidigungsfähigkeit

Die Su-25 ist ein einsitziges Kampfflugzeug, das für Luftnahunterstützung in Konfliktgebieten ausgelegt ist und verschiedene Ziele angreifen kann, darunter Bodenziele und langsame Luftziele, bei verschiedenen Wetterbedingungen und Sichtverhältnissen. Der Bericht enthält keine spezifischen Angaben über die verwendete Waffe für den Abschuss der Su-25. Frühere Berichte aus der Region hatten jedoch erwähnt, dass ein MANPAD-Werfer vom Typ Igla eingesetzt wurde, als die Nationalgarde der Ukraine ein ähnliches russisches Flugzeug erfolgreich abgeschossen hatte. Im aktuellen Konflikt im Donbass-Gebiet hat die Nationalgarde der Ukraine bestätigt, dass ihre Einheiten erfolgreich ein russisches Erdkampfflugzeug vom Typ Su-25 abgeschossen haben.

Westliche Unterstützung und russische Verluste im Ukraine-Krieg

Forbes hat Schätzungen veröffentlicht, die darauf hinweisen, dass Russland im Ukraine-Krieg Kampfflugzeuge etwa 20 Mal schneller verliert, als es sie ersetzen kann. Wie die Ukrainer es schaffen, so viele Jets abzuschießen, bleibt laut Forbes unklar. Es wird spekuliert, dass die ukrainische Luftwaffe möglicherweise einige ihrer in den USA hergestellten Patriot-Raketenwerfer mobilen Luftabwehrgruppen zugeteilt hat. Auch Reuters berichtete zu Beginn des Jahres darüber, dass das ukrainische Militär seit der Einführung moderner westlicher Luftabwehrsysteme in den frontnahen Gebieten eine zunehmende Bedrohung für die russische Luftfahrt darstellt.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Luftwaffe: Ukraine erhält Kampfjets aus dem Westen

Die Ukraine bereitet sich darauf vor, moderne westliche Kampfjets zu erhalten. Diese militärische Unterstützung könnte das Kräfteverhältnis im Übrigen noch weiter verändern. Seit Beginn der Invasion hat die Ukraine wiederholt um militärische Unterstützung aus dem Westen gebeten. Intensive Verhandlungen zwischen der Ukraine und westlichen Partnern, darunter die USA, die Niederlande, Dänemark, Norwegen und Belgien, haben zu einer Einigung geführt, die Ukraine mit Kampfjets zu unterstützen. Die Ukraine erwartet die Lieferung von mehreren westlichen Kampfjet-Modellen, darunter die F-16 Fighting Falcon und möglicherweise die Eurofighter Typhoon. (jekjal)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Russian Defence Ministry/ITAR-Tass